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Chronik Österreich
11/18/2019

Wetterchaos in Österreich: Video zeigt Ausmaß der Verwüstungen

Blicke aus dem Helikopter offenbaren die Auswirkungen der Muren auf das Gasteinertal.

Die Folgen von massiven Niederschlägen und Unwettern haben auch am Montag für zahlreiche Katastropheneinsätze, Straßensperren und Zivilschutzalarme in den Bundesländern Kärnten, Salzburg, Tirol und Steiermark gesorgt. Auch Gebäude waren von Lawinen- und Murenabgängen betroffen. Es gab gab in Bad Kleinkirchheim in Kärnten einen Toten.

In Bad Gastein in Salzburg ging am Sonntag kurz vor Mitternacht eine Mure auf ein Einfamilienhaus ab, zerstörte dieses und schob es auf ein zweites Haus, das ebenfalls total beschädigt wurde. In beiden Gebäuden lag je eine Bewohnerin unter den Trümmern, die von der Feuerwehr verletzt geborgen werden konnten.

In Osttirol und entlang der südlichen Ötztaler Alpen, in der Brennerregion und in den südlichen Stubaier Alpen bis zum Zillertaler Hauptkamm herrschte nach wie vor Lawinenwarnstufe 4 der fünfteiligen Skala, also große Lawinengefahr. Dementsprechend wurde von Aufenthalten abseits der gesicherten Pisten dringend abgeraten. Auch beim Aufenthalt im Wald bzw. im Freien sei Vorsicht geboten, denn aufgrund des schweren Nassschnees herrsche Baumbruchgefahr.

In der Steiermark war vor allem die Gemeinde Stadl-Predlitz (Bezirk Murau) betroffen. In der Nacht auf Montag mussten 50 Personen ihre Häuser wegen drohender Hangrutschungen verlassen. Die rund 1.000 Einwohner zählende Gemeinde im oberen Murtal wurde am Sonntagabend zum Katastrophengebiet erklärt.