Der Schlösseradvent in Gmunden ist für heuer abgesagt. Die Seebeleuchtung erstrahlt damit erst wieder 2021.

© ARGE Schlösseradvent/W. Spitzbart

Chronik Österreich
10/08/2020

Weihnachtsmärkte unter Videokameras und ohne Glühwein

Den Veranstaltern der Märkte läuft die Zeit davon. Sie warten weiter auf Vorgaben des Bundes. Erste geben bereits auf.

von Petra Stacher, Christian Willim, Matthias Nagl

Handwerker die Glocken gießen, Keramiker, die Geschirr bemalen, oder Schnitzer, die an Holzfiguren werken – all das können Besucher jährlich am Schlösseradvent in Gmunden bestaunen. Heuer bleibt ihnen der Einblick in die Handwerkskunst jedoch verwehrt, denn der Weihnachtsmarkt ist abgesagt.

Insgesamt 30.000 Menschen besuchten ihn vergangenes Jahr. „Das Besondere am Schlösseradvent ist die Location. Das Seeschloss und das Landschloss, die durch eine Brücke verbunden sind“, weiß Gustl Viertbauer von der Arge Schlösseradvent. Genau dieser Umstand macht ihnen im Corona-Jahr zu schaffen: „Im Unterschied zu anderen Märkten findet unserer großteils drinnen statt. In den engen Schlossgängen können wir die Richtlinien nicht umsetzen.“ Die 120 Aussteller müssen somit auf nächstes Jahr warten.

Ganz anders ist es hingegen in Linz: Die Stadt gewinnt trotz Covid-19 einen Markt dazu, und zwar den „Advent am Dom“. Der ist seit Jahren in Planung, heuer wird er erstmals Realität. Vom 27. November bis 23. Dezember findet der „stillere Advent“ vor dem Mariendom statt.

Reine Händlermärkte

In Innsbruck ist die Bergweihnacht ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. „Die Entscheidungsträger halten weiter an der Durchführung der Märkte fest“, sagt Bernhard Vettorazzi vom Stadtmarketing. Man wartet aber noch auf Vorgaben vom Bund.

Die braucht es spätestens innerhalb der kommenden zehn Tage. Ansonsten ist die Vorlaufzeit zu kurz. „Es gibt noch offene Fragen“, sagt Vettorazzi. So dürfen Gäste in der Gastronomie laut aktuellen Corona-Auflagen nur im Sitzen bewirtet werden. Das beißt sich mit den üblichen Glühwein- und Imbissstandeln.

In Innsbruck könnte die Reise daher in Richtung reiner Händlermärkte gehen. Fix ist, dass die Besucherströme mit einem im Sommer beim Innsbrucker Fischmarkt getesteten System geregelt werden sollen. Dabei werden Videoaufnahmen vom Gästeareal in Echtzeit ausgewertet.

Problem mit Weihnachtsbeleuchtung

In der Stadt Salzburg findet der zentrale Christkindlmarkt aus heutiger Sicht statt. Dem Vernehmen nach soll das Präventionskonzept in Teilen auch für andere Weihnachtsmärkte Vorbild gewesen sein. Probleme gibt es dagegen bei der Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung für die Getreidegasse.

Die wird von lokalen Unternehmern bezahlt, viele Betriebe zieren sich aufgrund der wirtschaftlichen Lage allerdings. Bürgermeister Harald Preuner hat nun den Altstadtverband aufgefordert, einzuspringen, dieser verweist selbst auf knappe Kassen. Dass die Getreidegasse heuer im Advent dunkel bleibt, wollen alle Beteiligten aber vermeiden.

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