Umfrage: Ehrenamtliche Arbeit geht trotz Krise weiter

Umfrage: Ehrenamtliche Arbeit geht trotz Krise weiter
Der Großteil der Helfer setzte das Engagement in der Pandemie fort, zeigt eine Erhebung des Sozialministeriums.

3,5 Millionen Österreicher sind als Freiwillige oder Ehrenamtliche tätig. „Die Pandemie hat auch ihr Engagement vor neue Herausforderungen gestellt“, sagt Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) anlässlich des heutigen Tags des Ehrenamts. Er hat zum Thema eine Erhebung in Auftrag gegeben.

Trotz aller Einschränkungen haben 70 Prozent ihre freiwillige bzw. ehrenamtliche Tätigkeit während der Pandemie fortgesetzt, ergab die Umfrage. 22 Prozent haben sie hingegen beendet. Der Rest hat seine Tätigkeit erst seit Beginn der Pandemie aufgenommen.

Knapp die Hälfte der Befragten engagiert sich auch in der Krise zumindest einmal pro Woche. Im Schnitt rund 20 Stunden im Monat, sprich rund fünf Stunden in der Woche. Und: Je älter die Freiwilligen, umso häufiger ist das Engagement. 

Hinsichtlich der Tätigkeitsgebiete liegt das intensivste Stunden-Engagement laut Studie im Sozialbereich: bei Menschen mit Erkrankungen (29,5 Stunden), bei solchen mit Beeinträchtigungen (26,6 Stunden) und bei Menschen mit konkretem Pflege- und Betreuungsbedarf (25,4 Stunden).

Sehr ausgeprägt ist demnach aber auch die Nachbarschaftshilfe, also das informelle Freiwilligen-Engagement.

Arbeit sichtbar machen

Bisher gab es keine regelmäßigen Erhebungen über die volkswirtschaftliche Bedeutung von gemeinnütziger, zivilgesellschaftlicher und freiwilliger Arbeit. Deshalb hat das Ministerium bei der Statistik Austria ein sogenanntes Satellitenkonto beauftragt.

Darin werden unter anderem Infos zu Beschäftigungszahlen, Freiwilligenarbeit, Spenden und Wertschöpfung erhoben und dargestellt.

Die Daten sollen der Politik als Entscheidungsgrundlage dienen. Die Erstellung des Satellitenkontos startet noch diesen Dezember. Bis zum Ende des 4. Quartals 2023 soll es fertig sein.

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