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Chronik Österreich
07/10/2021

Staugefahr: Zweite Reisewelle rollt am Wochenende durch Österreich

Verkehrsexperten rechnen mit langen Verzögerungen, vor allem an den Grenzübergängen wird es stauen.

von Roland Pittner

An diesem Wochenende erwartet Autofahrer die zweite große Reisewelle dieses Sommers auf den Verbindungen Richtung Adria. Die Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC warnen vor Staus. Denn in West- und Südösterreich sowie in Teilen der Niederlande beginnen die Ferien.

Aus Ostösterreich und dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland, Nordrhein-Westfalen, wird die zweite Reisewelle einsetzen, hier haben die Ferien jeweils am vergangenen Wochenende begonnen.

Stau Hot-Spots an der Grenze

Vor allem an einigen Grenzübergängen ist aufgrund der Kontrollen wieder mit langen Staus und Wartezeiten zu rechnen, heißt es vom ÖAMTC. Am vergangenen Samstag gab es am Übergang Suben (A8) bei der Einreise von Bayern nach Oberösterreich Wartezeiten um etwa zwei Stunden. Auch diesmal rechnet der Club hier mit langen Verzögerungen. Richtung Slowenien wird es vor dem Karawanken Tunnel (A11) in Kärnten wieder zu Staus kommen.

 „Obwohl es wegen SARS-COV-2 bei der Einreise nach Slowenien aus Österreich derzeit (Stand: 05.07.2021) keine Einschränkungen gibt, kommt es immer wieder zu Problemen. Viele slowenische Grenzbeamte verlangen von Einreisenden aus Österreich einen gültigen Reisepass. Dieser dürfte aber bis zu 5 Jahre abgelaufen sein“, weiß ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider.

Weitere stauanfällige Grenzübergänge sind Kufstein/Kiefersfelden (A12) in Tirol, Walserberg (A1) in Salzburg, Spielfeld (A9) in der Steiermark und Nickelsdorf (A4) im Burgenland. Urlauber, die weiter Richtung Kroatien fahren, müssen an den Grenzübergängen zwischen Slowenien und Kroatien mit langen Aufenthalten rechnen, so auf der Verbindung Marburg - Zagreb vor dem slowenisch/kroatischen Grenzübergang Gruskovje/Macelj. 

Bei der Einreise nach Österreich wird es vor allem an den Grenzstellen zu Deutschland zu langen Verzögerungen kommen. Die längsten Wartezeiten wird es vermutlich an den Grenzen zwischen Slowenien und Kroatien geben. 

Innerhalb Österreichs erwartet der ÖAMTC im Reiseverkehr auf etlichen Transitrouten Kolonnenverkehr und abschnittsweise Verzögerungen. So etwa auf der Fernpass-Strecke (B179) und der Brenner Autobahn (A13), auf der Tauern Autobahn (A10) speziell in den Bereichen Knoten Salzburg - Hallein, Kuchl - Golling, Tauerntunnel - St. Michael, der Pyhrn Autobahn (A9) vor der Mautstelle Bosruck, der Süd Autobahn (A2) im Packabschnitt und auf der Ost Autobahn (A4) zwischen Fischamend und Bruck an der Leitha.

A10-Abfahrtsperren und Durchfahrtssperren in Salzburger Gemeinden

„Der Verkehrsfluss vor der Brückenbaustelle bei Glanegg und dem Gegenverkehrsbereich zwischen Kuchl und Golling wird das Erste sein, das ich mir ansehen werde“, verortet ÖAMTC-Stauberater Herbert Thaler die prospektiven Staupunkte auf der Tauern Autobahn (A10).

In Salzburg rechnet man mit starkem Reiseverkehr. Deshalb wurden auch wieder Maßnahmen gegen den Stauausweichverkehr getroffen. Wichtig dabei: Abfahrts- und Durchfahrtsverbote gelten nur für den Transitverkehr. Innerösterreichischer Ziel- und Quellverkehr ist von den Verordnungen nicht betroffen.

Für den Transitverkehr werden die Abfahrten an zehn Anschlussstellen der Tauern Autobahn, sowie neuralgische Verbindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Großgmain und Wals-Siezenheim gesperrt. „Ich bin gespannt, wie sich die Verkehrslage entwickelt und freue mich auf den Saisonstart,“ sagt  Thaler.

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