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Chronik Österreich
12/21/2020

So bereiten sich die Länder auf den Skistart vor

Wenn das Christkind kommt, starten die meisten Skigebiete mit dem Lift- und Pistenbetrieb. Viele Fragen sind noch offen.

von Teresa Sturm, Petra Stacher

Am 24. Dezember dürfen die Skigebiete in Österreich offiziell aufsperren. Unter welchen konkreten Bedingungen, soll von den Ländern anhand der neuen Bundesverordnung (siehe rechts) festgelegt werden. Wichtige Details sind noch offen. Von den Betreibern der Skigebiete heißt es aber, dass man auf das Aufsperren gut vorbereitet ist.

Das sagt auch Markus Redl, Leiter der niederösterreichischen Bergbahnen. „Alle Partner in den Bergerlebniszentren und auch bei den Schleppliftbetrieben wollen der Bevölkerung die Gelegenheit geben, sich an der frischen Bergluft sportlich zu betätigen. Die wichtigste Grundregel lautet, nur mit einem gültigen Ticket anzureisen, also vorab bitte unbedingt online buchen“, sagt Redl zum KURIER. „Sobald die neue Verordnung vorliegt, werden die Skigebiete ihre Covid-19-Präventionskonzepte noch einmal anpassen. Dann geht es am 24. Dezember, natürlich auch abhängig von der jeweiligen Schneelage, wieder los mit dem Seilbahnbetrieb“, sagt Redl.

Grundsätzlich liegt die Entscheidung bei den Bundesländern, die alle ab 24. Dezember das Öffnen erlauben

Großteils werden die meisten Skigebiete, sofern Schnee liegt, geöffnet sein. Manche davon, wie zum Beispiel Ischgl, aber mit eingeschränktem Betrieb bis 7. Jänner

Einschränkungen gibt es zum Beispiel in Tirol, wo einige Skigebiete im Ötztal erst ab 7. Jänner aufsperren. Zahlreiche andere wollen die Verordnung abwarten.

Beschränkte Kapazitäten

In Niederösterreich sperren unter anderem die Ötscherlifte und die Hochkar Bergbahnen zu Weihnachten auf. Der Öffnung stehe grundsätzlich nichts im Wege, sagt Rainer Rohregger, Geschäftsführer der Hochkar Bergbahnen. Den großen Ansturm erwartet er an den Weihnachtsfeiertagen aber nicht. Da sei es erfahrungsgemäß ohnehin ruhiger. Außerdem wird eher schlechtes Wetter prognostiziert. „Familien mit ganz kleinen Kindern werden nicht kommen, wenn es so kalt ist“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem wurde das Kontingent der Tickets, die online gekauft werden können, verkleinert. Zusätzlich könne man über die Mautstraße regeln, wie viele Pkw ins Skigebiet fahren dürfen, sagt Rohregger. Man arbeite eng mit dem Land, der Bezirkshauptmannschaft und der Exekutive zusammen.

Helmut Holzinger, Geschäftsführer der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen, rechnet hingegen mit einem großen Ansturm: „Man sieht ja jetzt schon, wie es die Leute nach draußen zieht.“ Seine Schlussfolgerung: Die Pisten werden relativ voll sein. Aber nicht so überfüllt wie in einem normalen Winter, schließlich müsse man auf die zur Verfügung stehenden Kapazitäten achten, die seien begrenzt. „Sollten wir nur die halbe Förderkapazität zur Verfügung haben, sind wir relativ schnell ausgelastet. Also können wir auch nur eine gewisse Anzahl an Gästen begrüßen“, sagt er.

Für Hinterstoder hieße das etwa 3.000 statt der üblichen 6.000 täglich. Gesteuert werde die Anzahl über die Parkplätze. Dazu braucht es aber mehr Personal. „Wir haben mehr Leute im Einsatz, die entsprechende Informationen ausgeben und darauf achten, dass Abstände eingehalten werden. Aber wir sind keine Pistenpolizei“, betont er. Auch bei den Hochkar Bergbahnen wurde das Personal massiv aufgestockt. „Natürlich auch mit Security – wir haben da nichts dem Zufall überlassen“, sagt Rohregger. Was die WC-Anlagen betrifft, ist man am Ötscher und Hochkar „gut gerüstet“.

Rentabilität ungewiss

In Hinterstoder hofft man noch auf die Möglichkeit, die Toiletten der Gastronomie benützen zu dürfen. Prinzipiell sei die nötige Infrastruktur für kleine oder große Geschäfte aber auch an den Liftstationen gegeben. Gibt es eine Schlange, muss Abstand gehalten und eine FFP2-Maske getragen werden. „Wir haben bereits einige davon bestellt“, sagt Holzinger. „Prinzipiell ist aber jeder aufgefordert, seine eigene FFP2-Maske mitzubringen“, appelliert er an die Skifahrer.

Am Mölltaler Gletscher überlegt man, Masken an den Mittelstationen zu verkaufen: „Tatsächlich ist es ja so, dass die Masken feuchtigkeitsempfindlich sind. Falls also jemand Probleme hat, kann er sich gegebenenfalls eine neue besorgen“, sagt Adolf Gugganig, technischer Betriebsleiter des Mölltaler Gletschers. Ob der Betrieb angesichts dieser Regeln und Vorschriften überhaupt rentabel ist, werde sich erst zeigen. Was den Mölltaler Gletscher betrifft, sieht er derzeit keine großen Probleme. „Wenn Skifahren auch in niederen Lagen möglich ist, werden nicht viele Skifahrer zu uns kommen“, sagt er.

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