Keine Kurse für Skilehrer mehr gibt es in diesem Winter in Salzburg.

© APA/BARBARA GINDL

Chronik Österreich
01/04/2022

Skilehrer-Cluster in Tirol weitet sich aus: Land will mehr boostern

Bereits rund 100 Fälle, mehrheitlich Omikron. Einige Skischulen haben bereits geschlossen.

Der Tiroler Bezirk Kitzbühel hat zu Wochenbeginn die österreichweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz aufgewiesen, sie war knapp dreistellig. Laut den Daten der AGES betrug sie am Montag 992,6 hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Tirol ist auch jenes Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Sie liegt mittlerweile bei 471,1 je 100.000 Bewohner.

Im Bezirk Kitzbühel gibt es seit dem Wochenende mehrere Skilehrer-Cluster, gestern wurden 24 positiv getesteten Personen gemeldet.

Heute ist diese Zahl bereits auf über 100 angestiegen, allerdings für das ganze Land zusammengerechnet. Das berichtet die Kronen Zeitung am Dienstag.

Demnach hat das Land bestätigt, dass es sich bei den neuen Fällen großteils um die Omikron-Variante handelt. Einige Skischulen haben den Betrieb bereits eingestellt. Und in manchen Medien wird bereits darüber spekuliert, dass die neuen Cluster Auswirkungen auf das Hahnenkamm-Wochenende haben könnten.

Nach den zunächst bekannt gewordenen Skilehrern-Clustern in Kirchberg und St. Anton am Arlberg sind nun auch im Zillertal neue Fälle bekannt geworden, konkret in Gerlos, Schwendau, Finkenberg und Mayrhofen.

Bricht System zusammen?

Derzeit herrscht mancherorts bereits Unsicherheit, ob die gebuchten Skikurse überhaupt durchgeführt werden können. Eine Skischul-Leiterin spricht in der Kronen Zeitung sogar davon, dass "das System früher oder später wie ein Kartenhaus zusammenfallen wird".

Seitens des Landes will man nun mehr boostern, außerdem wird allen Skischulen "dringend empfohlen", für alle Skilehrer 2-G+ umzusetzen. Dadurch soll sichergestellt sein, dass sich alle Skilehrer mehrmals pro Woche testen lassen müssen.

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