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Chronik Österreich
07/10/2020

Salzburgs Touristiker sind vorsichtig optimistisch

Im August rechnen Betriebe mit mehr als 50 Prozent Auslastung. In den Ferienregionen ist die Lage deutlich besser als in der Stadt.

von Matthias Nagl

„Es läuft insgesamt gar nicht so schlecht“, sagt Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) zur gerade begonnenen Hauptsaison im Sommertourismus. Bei vielen Betrieben ist die Entwicklung besser als befürchtet. Das zeigt auch eine Umfrage unter 456 Salzburger Betrieben, die die Landes-Tourismusgesellschaft durchgeführt hat.

Die befragten Unternehmen erwarten für Juli eine Auslastung von 50 Prozent und für August eine von 54 Prozent. Die Tourismusverbände – Zusammenschlüsse von lokalen Unternehmen – sind noch optimistischer. Sie erwarten 57 Prozent Auslastung im Juli und 65 Prozent im August. „Über das ganze Land gesehen ist die Buchungssituation bemerkenswert“, befindet Haslauer.

Die Entwicklung ist allerdings zweischneidig. „In den Ferienregionen ist die Lage sehr gut, sogar in der Nähe des Vorjahres. In der Stadt und dem Umland ist es naturgemäß schwierig“, erklärt Haslauer. Vor allem die Seengebiete und die Gebirgsgaue könnten mit einem blauen Auge davonkommen. „Wenn die virologische Entwicklung so bleibt, wie sie ist, dann kann es in den südlichen Regionen eine gute Sommersaison werden“, sagt der Landeshauptmann.

Viele deutsche Gäste

Zu verdanken hat Salzburg diese Entwicklung den Gästen aus der näheren Umgebung. Bei der Frage, woher die meisten Gäste stammen, kommt Deutschland mit 93 Prozent auf den höchsten Wert. Österreich liegt bei 74 Prozent, die Niederlande bei 21 Prozent. Das zeigt, wie wichtig die Öffnung der Grenzen Mitte Juni für den Tourismus war.

Wie bei den Regionen ist die Entwicklung auch bei den Unternehmen recht unterschiedlich. „Betriebe, die viel investiert haben, werden sehr gut gebucht“, sagt Haslauer. Das bedeutet, dass die Nachfrage vor allem im gehobenen Segment, mit Wellness-Bereichen und neu renovierten Zimmern, hoch ist.

Massentests im Winter denkbar

Für September ist die Erwartung pessimistischer, da wird nur mehr mit einer 35-prozentigen Auslastung gerechnet. „Wenn wir das Management der Pandemie weiter im Griff haben, wird das aber noch deutlich mehr werden“, ist Leo Bauernberger, Chef von Salzburger Land Tourismus, überzeugt.

Während die Betriebe die Sommersaison über die Bühne bringen, beschäftigt Manager und Politik schon der Winter. Großflächige Corona-Tests für Tourismusmitarbeiter seien „natürlich ein Thema“, bestätigt Haslauer. Aufgrund der besseren Erfahrungen mit dem Virus rechnet er nicht mit viel strengeren Maßnahmen als im Moment. Das Land wird zwei Häuser zur Absonderung von infizierten Gästen und Mitarbeitern reservieren. Die Werber der Tourismusgesellschaft wollen dagegen erneut die Emotionen in den Vordergrund rücken.

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