"Mein Chef hat mich psychisch gebrochen"

Stressed businesswoman
Angestellte, die ihre psychischen Probleme am Arbeitsplatz offenlegen, erleben häufig Diskriminierung. Eine Betroffene berichtet von ihren Erfahrungen.

Marlene Payer (Anm.: Name von der Redaktion geändert) ist Mitte 20, arbeitet in der Medienbranche, ist engagiert und gut in ihrem Job. Sie arbeitet viel, kommt auf 50 Stunden die Woche und schleppt sich auch mit Mandelentzündung noch zur Arbeit. „Gedankt wurde einem für die viele Arbeit nie“, erzählt sie.

Ja, noch schlimmer: Ihr Chef sei ein Choleriker gewesen, aber sie wollte unbedingt durchhalten. Selbst als sie zu Hause Panikattacken bekommt, geht sie am nächsten Tag wieder zur Arbeit und lässt sich nichts anmerken.

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Bis es irgendwann nicht mehr geht: Payer hat eine Panikattacke während der Dienstzeit. Nach einem Todesfall in der Familie spitzt sich ihre Situation dann endgültig zu. „Auf einmal hat man mir angemerkt, dass es mir nicht mehr gut ging“, sagt sie rückblickend.

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