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Chronik Österreich
06/28/2022

Unwetterschäden: Muren in Tirol, Blitzeinschlag in Kärnten

Pitztalstraße in Tirol gesperrt, bis zu 150 Personen von Außenwelt abgeschnitten. In Kärnten beschädigte ein Blitz zehn Gebäude.

Am Dienstag gingen über Österreich einige Unwetter nieder. Der Schwerpunkt lag dabei im Westen. Bis Wien kamen die Gewitter, zumindest nicht bis zum Abend, nicht mehr durch.

Dafür musste die hintere Pitztalstraße (L 16) in Tirol nach zwei Murenabgängen am Dienstagnachmittag vorerst gesperrt worden.

100 bis 150 Personen waren im Bereich des Talschlusses bzw. der Talstation des Pitztaler Gletschers zunächst von der Außenwelt abgeschnitten, sie können aber an Ort und Stelle gut versorgt werden, teilte das Land mit.

Auch die Ortsteile Tieflehn, Mandarfen und Mittelberg der Gemeinde St. Leonhard waren von der Sperre betroffen.

Blitz riss Stromleitung ab

Wild ging es auch in Kärnten zu. Bei Ferlach kam es in der Ortschaft Tratten zu einem Blitzschlag in einen Lindenbaum. Der rund 1,5 Meter starke und circa 15 Meter hohe Baum fiel zu Boden und riss dabei eine Oberstromleitung mit.

Durch die Zugkraft der niedergedrückten Stromleitung wurden rund zehn Gebäude im Dachbereich durch Ausreißen der Dach-Stromhalterungen schwer beschädigt. Auch die Leitung selbst riss ab.

Die FF Glainach/Tratten war mit 20 Mann im Einsatz. Der Kelag-Störungsdienst kümmerte sich um die Stromabschaltung und notwendige Reparaturen.

Verletzt wurde bisherigen Informationen zufolge niemand. Auch Schäden an Fahrzeugen waren nicht bekannt. Wie lange die L 16 in den betroffenen Bereich gesperrt bleiben muss, war vorerst unklar. Sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen - am Nachmittag hatte in weiten Teilen Tirols starker Regen eingesetzt - würden die Aufräumarbeiten fortgesetzt, wurde betont.

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