Die Polizei nahm die Ermittlungen auf

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
11/27/2020

Kärntner Polizei zerschlug organisierte Dealerbande: 13 Festnahmen

Jahrelang Kokain, Heroin und Cannabis in großen Mengen importiert und verkauft. Hunderte Subdealer und Abnehmer.

Die Kärntner Polizei hat einer gut organisierten Bande von Drogendealern das Handwerk gelegt. Nach monatelangen Ermittlungen wurden im Herbst insgesamt 13 Personen festgenommen. Sie hatten jahrelang große Mengen Kokain, Heroin und Cannabis importiert und verkauft, der Wert des Suchtgifts wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt, es gab Hunderte Subdealer und Abnehmer. Einer der Haupttäter ist ein 66-jähriger Klagenfurter.

Die Bande war nach Angaben der Polizei gut organisiert. Die eingesetzten Kuriere schmuggelten das benötigte Kokain und Heroin in regelmäßigen Teillieferungen aus Slowenien nach Kärnten. In "Bunkerwohnungen" wurde das Suchtgift dann gestreckt und über ein Verteilernetzwerk an weitere Subdealer übergeben. Die Täter schreckten auch nicht davor zurück, für das Weiterverarbeiten der Suchtmittel zu Verschleierungszwecken die Wohnung einer 90-jährigen, demenzkranken Frau, die zu einem der Täter in einem Verwandtschaftsverhältnis stand, zu benutzen.

Gemeinsam mit 35-jährigen Sohn

Der Pensionist betrieb sein Geschäft gemeinsam mit seinem 35-jährigen Sohn sowie einem weiteren 35-jährigen Klagenfurter und einem 52-Jährigen aus dem Bezirk Wolfsberg ab 2016. Sie brachten das Suchtgift vorwiegend im Raum Klagenfurt und Villach auf die Straßen. Das Gift besorgten sie sich von verschiedenen Bezugsquellen im In- und Ausland. Unter den Lieferanten waren ein 27 Jahre alter slowenischer Staatsbürger, ebenso zwei Klagenfurter, die auch Kokain über Subdealer in Umlauf brachten. Zwei weitere 35-jährige Klagenfurter kauften Kokain in Slowenien und Kärnten und lagerten es in ihrer Wohnung.

Zu den Lieferanten des 66-Jährigen gehörten auch ein 33 Jahre alter Kroate und dessen 25-jährige österreichische Freundin. Die Frau, die hochschwanger war, brachte Heroin als "Bodypackerin" von Slowenien nach Kärnten und versorgte mit ihrem Freund eine Vielzahl von Abnehmern und Subdealern. Die Frau bekam während der Ermittlungen der Polizei ein Kind, das Baby musste aufgrund der Heroinsucht der Frau im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben der Polizei ging sie auch am Krankenhausgelände weiter ihren Suchtgiftgeschäften nach. Das Paar dürfte mehr als ein Kilogramm Heroin nach Kärnten geschmuggelt und direkt oder über Subdealer verkauft haben, beide sind drogensüchtig.

Ab Juli begannen die Ermittler mit Festnahmen, bis September wurden 13 Personen verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Ein 27-jähriger Slowene wurde aufgrund eines EU-Haftbefehls in Deutschland festgenommen und sitzt dort in Haft.

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