Pleite für Mitte-Rechts: Wie eine Landeshauptstadt nach links gerückt ist

Zwei klare Wahlsieger am linken Rand: Pia Tomedi (KPÖ) und Mesut Onay (Alternative Liste Innsbruck)
Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl brachte zahlreiche Überraschungen. Und eine Verschiebung bei den politischen Blöcken.

Nach der Verkündigung des Ergebnisses der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in Innsbruck am späten Sonntagabend und bei den nachfolgenden Wahlpartys war ein Wort in aller Munde: "Linksruck". Der wurde in der Landeshauptstadt von links bis rechts geortet. Egal, ob etwa bei der SPÖ, der mit dem Bündnis "Das neue Innsbruck" schwer geschlagenen ÖVP oder der FPÖ, die deutlich unter ihren Erwartungen geblieben ist.

Für die Mitte-Rechts-Fraktionen war bereits die Tatsache, dass 2018 mit Georg Willi ein Grüner zum Bürgermeister einer vermeintlich bürgerlichen Stadt gewählt wurde, ein schwerer Schlag. Von 1945 bis zum Willi-Erfolg hatten durchgehend ÖVP und ab 1994 das von ihr abgespaltene "Für Innsbruck" - nunmehr wieder Teil des Bündnisses von Florian Tursky (ÖVP) die Stadtoberhäupter gestellt.

Mit dem 14. April hat es aber auch eine markante Verschiebung zwischen den politischen Machtblöcken gegeben.

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