Christine Nöstlinger

© Kurier/Gerhard Deutsch

Chronik Österreich
12/31/2018

In memoriam: Diese prominenten Österreicher sind 2018 von uns gegangen

Von welchen prominenten Österreicherinnen und Österreichern wir uns dieses Jahr für immer verabschieden mussten.

Auch im Jahr 2018 musste sich Österreich von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport verabschieden. Finden Sie hier eine Auswahl zur Erinnerung.

Ende Jänner am 19.1.2018 starb die bekannte Flüchtlingshelferin Ute Bock nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise ihrer Schützlinge im Ute Bock Haus. Sie wurde 75 Jahre alt. Seit den 90er Jahren betreute sie in der Zohmanngasse im 10. Wiener Gemeindebezirk jugendliche Asylwerber. Später in der Pension machte sie weiter und finanzierte mit ihrem Gehalt und Spenden viele Jahre Unterbringungsmöglichkeiten für obdachlose Schutzsuchende. Der Erfüllung ihres größten Wunsches, eines Tages überflüssig zu werden, sei man gerade in Zeiten wie diesen ferner denn je, hieß es in einer Ausendung der von ihr gegründeten Initiative, Flüchtlingsprojekt Ute Bock.

Anfang Februar, am 6.2.2018, verstarb Volksschauspieler Heinz Petters im Alter von 85 Jahren. Der Schauspieler erwarb sich in über 100 Rollen einen Ruf als legendärer Nestroy-Darsteller. Er gehörte dem Wiener Volkstheater seit 1964 als Ensemblemitglied und seit 1997 als Ehrenmitglied an. Auch durch Rollen in Filmen wie "Ein fast perfekter Seitensprung" von Reinhard Schwabenitzky oder in Franz Antels "Bockerer II" wurde Petters bekannt.

Am 21.4.2018 verstarb die Sängerin und Schauspielerin Margarethe "Guggi" Löwinger. Die der Wiener Schauspielerdynastie Löwinger entstammende Künstlerin stand schon als Kind auf der Bühne. Die 79-Jährige war seit Ende der 1950er-Jahre Mitglied der Volksoper Wien.

Am 1.5.2018 starb der Linzer Musiker Harald "Huckey" Renner, Gründungsmitglied der Hip-Hop-Band Texta. Er wurde 51 Jahre alt. "Seit einem Jahr hat er gegen eine Krebserkrankung angekämpft, die aber am Ende stärker war als er", hieß auf der Facebook-Seite der Band.

Anfang Juni, am 7.6.2018, starb Stefan Weber. Als Kopf der Skandalband Drahdiwaberl hatte Weber österreichische Popgeschichte geschrieben. Der Musiker starb im Alter von 71 Jahren. Webers Name war untrennbar mit Exzess und Rock 'n' Roll verbunden. Daneben arbeitete er als Lehrer für Zeichnen und Werken an einem Wiener Gymnasium, bis er den Posten wegen seiner Parkinsonerkrankung frühzeitig aufgeben musste.

Am 28.6.2018 starb Österreichs erfolgreichste Kinderbuchautorin, Christine Nöstlinger. Die gebürtige Hernalserin war Mutter legendärer Figuren wie der "Feuerroten Friederike" oder "Gretchen Sackmeier"- Sie verstarb mit 81 Jahren in Wien.

 

Am 17.6.2018 starb der Journalist Thomas Chorherr im Alter von 85 Jahren. Seit 1955 arbeitete der Journalist bei der „Presse“. Von 1976 bis 1995 hatte er den Posten des Chefredakteurs inne. Im Anschluss amtierte er als Herausgeber bis 2000.  

Der Maler Anton Lehmden verstarb am 7.8.2018 im Alter von 89 Jahren. Er war Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Der langjährige Professor an der Akademie der bildenden Künste erwarb in den 1960ern das Renaissance-Schloss Deutschkreutz im Burgenland, wo heute unter anderem ein Lehmden-Museum beherbergt ist.

Mitte September, am 12.9.2018, starb Jazz-Posaunist Erich Kleinschuster im Alter von 88 Jahren. Der in Graz geborene Kleinschuster hatte mit internationalen Größen wie Friedrich Gulda und Art Farmer gespielt. Ihn prägten Miles Davis und Louis Armstrong. Von 1981 bis 1998 unterrichtete er an der Kunstuniversität Graz.

Am 23.9.2018 starb der österreichische Nationalspieler Helmut Köglberger. Der Fußballer hatte dem LASK 1965 nicht nur zum ersten Meistertitel verholfen, sondern es als erster dunkelhäutiger Sportler zum österreichischen Nationalspieler gebracht. Aufgewachsen als Sohn einer Oberösterreicherin und eines US-Besatzungssoldaten in Sierning, erlebte Köglberger eine von Vorurteilen geprägte Kindheit, ehe sein Fußballtalent unübersehbar war. Köglberger stürmte 28 Mal fürs ÖFB-Team, wurde Schützenkönig und Publikumsliebling. Nach langer Krankheit starb Köglberger im Alter von 72 Jahren. 

Ende Oktober, am 24.10.2018, starb der österreichischer KZ-Überlebende und Zeitzeuge Rudolf Gelbard. 1930 in Wien geboren, wurde er im Jahr 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seit seiner Befreiung im Jahr 1945 setzte er sich für die Aufklärung über den Holocaust und die damals begangenen Verbrechen ein. Neben seiner laufenden Tätigkeit als Zeitzeuge in Schulen und auf Lehrveranstaltungen war er auch als Mitglied der Kulturkommission der Israelischen Kultusgemeinde tätig. Von 1975 bis 1990 war Gelbard als KURIER-Redakteur beschäftigt. Er war Mitglied der Ombudsman-Redaktion und Dokumentarist für Zeitgeschichte. Er wurde 87 Jahre alt.

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