Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Hitzewelle zum Lostag: Da kommt sogar der Siebenschläfer ins Schwitzen

Die Bauernregel für den 27. Juni fällt heuer mit einer für diesen Monat ungewöhnlich langen Hitzewelle zusammen.
Ein Siebenschläfer schaut mit großen, dunklen Augen neugierig über den Rand einer Dachrinne.

Der Siebenschläfertag hat genau genommen nichts mit dem putzigen Nagetier zu tun, sondern mit einer Legende über sieben verfolgte Christen des 5. Jahrhunderts. Aber so streng darf man bei einer Bauernregel dann auch wieder nicht sein, immerhin feiern die USA ein Murmeltier als Meteorologen und das auch schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Während der Murmeltiertag in den USA am 2. Februar begangen wird, findet der Siebenschläfertag hierzulande am 27. Juni statt. Da gibt es dann allerlei mehr oder weniger kluge Sprüche rund um den Tag - "ist es nass, regnet"s ohne Unterlass" ist nur einer davon.

Angesichts der für Juni ungewöhnlich langen Hitzewelle mutet diese Siebenschläfertag-Weisheit aber fast bedrohlich an: "Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag."

Juni-Rekord könnte fallen

Und wie wird nun das Wetter kommenden Samstag? Laut Wetterdienst Ubimet sind 32 bis 38 Grad möglich, für Wien werden sogar bis zu 39 Grad prognostiziert. Damit könnte auch der bisherige Juni-Rekord von 38,6 Grad fallen, er wurde 2013 in Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) gemessen.

Die bisher höchste je in Österreich gemessene Temperatur lag bei 40,5 Grad, gemessen im August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg.

Hohe Trefferquote

Doch wie treffsicher war der Siebenschläfertag eigentlich bisher? "Die Bauernregel besticht durch eine erstaunlich hohe Trefferquote", heißt es vom Naturschutzbund Österreich. Ende Juni, Anfang Juli pendle sich "die großräumige Wetterlage über Europa für den restlichen Sommer ein". Der Siebenschläfertag hat eine statistische Trefferquote von 60 bis 70 Prozent im ostalpinen Raum.

Und das Nagetier selbst? Es kommt mit der Hitze gut zurecht, wenn es denn einmal aus seinem fast 200 Tage währenden Winterschlaf aufgewacht ist.

Was der Siebenschläfer braucht

Den Lebensraum des Siebenschläfers in Gärten zu unterstützen, ist zudem nicht schwer, beschreibt der Naturschutzbund: Hecken zwischen März und September nicht zurückschneiden, da die Tiere ungestörte Bereiche für Nester und Aufzucht des Nachwuchses brauchen, keine giftigen Pflanzenschutzmittel verwenden, Herbstlaub unter Hecken lassen, das dient als Winterquartier.

Kommentare