Warnungen vor Hitzewelle in Kroatien: Was Urlauber jetzt beachten müssen
Die Hitze hat Österreich fest im Griff, gegen Ende der Woche klettern die Temperaturen auf 36 Grad, inklusive tropischer Nächte. Doch nicht nur hierzulande wird geschwitzt: Auch Urlaubsländer wie Italien oder Kroatien kämpfen derzeit mit der Hitze. In den kommenden Tagen werden in Italien vielerorts Höchstwerte von bis zu 40 Grad erwartet.
Ähnlich sieht es auch in Kroatien aus. Aufgrund der hohen Temperaturen gelten derzeit Warnungen für die Regionen Rijeka, Split und Dubrovnik. Laut aktuellen Prognosen soll die Hitzewelle noch mindestens eine Woche anhalten. Der Wetterdienst DHMZ hat die Warnstufe Orange für die Region Rijeka sowie die Warnstufe Gelb für Osijek, Split und Dubrovnik, Kvarner, Kvarnerić und den Velebit-Kanal ausgerufen. Die Warnstufe gilt ab dem 22. Juni. Die Temperaturen in dieser Woche schwanken zwischen 30 und 36 Grad.
"Die hohen Temperaturen werden auf dem Festland anhalten. Auch in den Küstenregionen gilt in den kommenden Tagen besondere Aufmerksamkeit", erklärt Ivan Güttler, Leiter des kroatischen Wetterdienstes, gegenüber dem staatlichen Fernsehen HRT.
Kroatien steht überdurchschnittlich warmer Sommer bevor
Laut dem Experten steht Kroatien ein überdurchschnittlich warmer Sommer bevor. Dennoch sei es notwendig, die Temperaturen genau zu beobachten. "Der Sommer bringt uns meist zwei Arten von Phänomenen: langanhaltende Hitzewellen und kurzfristige, aber heftige Wetterereignisse, die die Temperatur vorübergehend senken und mehr Niederschlag bringen können", sagt Güttler.
Der Experte warnte zudem, dass die letzten zehn Jahre auch die zehn wärmsten seit Beginn der Messungen gewesen seien. "Das Jahr 2023 war das bislang wärmste seit Anfang der globalen Temperaturaufzeichnungen. Verantwortlich dafür sind sowohl die langfristige Erwärmung infolge des Klimawandels als auch das Naturphänomen El Niño."
Laut Güttler könnten die Jahre 2026 und 2027 zu den wärmsten Jahren der Messgeschichte zählen und um den Spitzenplatz konkurrieren.
Appell an Bürger und Touristen
Angesichts der aktuellen Hitzewelle appelliert der kroatische Zivilschutz an Bürger und Touristen, sich bei extremer Hitze an die Anweisungen der Gesundheitsbehörde zu halten. Es gilt daher, Aufenthalte in der prallen Sonne während der Mittagshitze zwischen 10 und 17 Uhr zu meiden, ausreichend zu trinken, auf übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum zu verzichten und auf leichte Ernährung wie Suppen, Obst und Gemüse zu setzen. Zudem wird empfohlen, helle Kleidung zu tragen, auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten sowie zu Hause oder in Ferienwohnungen tagsüber die Fenster geschlossen zu halten und die Räume zu verdunkeln.
Die Behörde warnt ausdrücklich davor, Tiere oder Kinder in geparkten Fahrzeugen zurückzulassen.
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
Bei Verdacht auf Hitzeschlag sollte man laut Gesundheitsamt auf folgende Anzeichen achten: Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein, Unruhe, Verwirrtheit, gerötete, warme und trockene Haut, schneller Puls, eine erhöhte Körpertemperatur von über 40 Grad sowie Bewusstlosigkeit.
Betroffene Personen sollten in den Schatten oder an einen kühleren Ort gebracht werden. Der Notruf sollte umgehend verständigt werden.
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