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Hunderte Hitzetote: Dieses Bundesland war besonders betroffen

Der Sommer 2025 forderte wieder hunderte hitzebedingte Todesfälle. Jedoch deutlich weniger als im Rekordjahr 2024.
Ein Bauarbeiter mit gelbem Helm und Warnweste trinkt Wasser aus einem roten Schlauch auf einer Baustelle.

Das Hitze-Mortalitätsmonitoring der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) weist für den Sommer 2025 (Juni bis September) 449 geschätzte hitzebedingte Todesfälle aus. Die meisten gab es in der Steiermark (93), Niederösterreich (83) und Oberösterreich (70), wie aus dem Monitoring hervorgeht. Indes nahm das österreichweite Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums am Sonntag seinen Betrieb wieder auf, teilte das Ministerium per Aussendung mit.

Hohe Temperaturen stellen ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Um die Auswirkungen von Hitze auf die Sterblichkeit besser zu verstehen, wird ein statistisches Modell verwendet, das die Anzahl der Todesfälle berechnet, die auf Hitze zurückzuführen sind, erklärte die AGES in einem Factsheet. Für die Periode von Juni bis September 2025 beläuft sich die berechnete Zahl der hitzebedingten Todesfälle auf 449, 2024 waren es 989. Letztere hänge laut AGES mit dem wärmsten Jahr der heimischen Messgeschichte zusammen.

Auswertung nach Bundesländern

Im Zeitraum von 2023 bis 2025 wurde das Modell überarbeitet und weist nun auch regionale Schätzungen aus.

Demnach gab es 2025 die meisten hitzebedingten Todesfälle in der Steiermark (93), in Niederösterreich (83) und in Oberösterreich (70), die wenigsten im Burgenland (21), Vorarlberg (26) und Salzburg (29). Wien (48), Kärnten (43) und Tirol (36) liegen im Mittelfeld. Anstatt von aggregierten, wöchentlichen Sterbe- und Wetterdaten werden nun tägliche Werte im Monitoring verwendet. Zudem werden verzögerte Effekte von Hitze berücksichtigt.

Hitzetelefon wieder in Betrieb

Um die Bevölkerung in der aktuellen Hitzewelle und darüber hinaus zu unterstützen, startete am Sonntag wieder das Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums. Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-880-800 informieren Fachleute, wie man sich vor gesundheitlichen Belastungen durch Hitze schützen kann, woran man gefährliche Warnzeichen erkennt und was bei Beschwerden wie Kreislaufproblemen, Erschöpfung oder Schlafproblemen hilft, hieß es.

"Hitze ist mittlerweile eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Sommermonate", wurde Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zitiert. "Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und pflegebedürftige Personen brauchen in Hitzewellen besonderen Schutz. Mit dem Hitzetelefon bieten wir eine einfache und kostenlose Anlaufstelle für alle, die Fragen haben oder Unterstützung suchen."

Hitze belastet im Alltag

Heuer wird die Hotline erstmals von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) betrieben. Zudem sind online unter gesundheit.gv.at Informationen zum richtigen Verhalten bei Hitze zu finden. Wer gesundheitliche Beschwerden oder medizinische Fragen hat, kann sich an das Gesundheitstelefon 1450 wenden. In Notfällen wie bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, Hitzschlag oder schweren Kreislaufproblemen sollte umgehend der Notruf 144 gewählt werden.

Aktuelle Daten der Gesundheit Österreich zeigen, wie stark Hitze die Bevölkerung mitunter belastet: 2024 berichteten sechs von zehn Menschen von Schlafproblemen aufgrund der hohen Temperaturen. Mehr als die Hälfte war in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Insgesamt beobachteten 85 Prozent der Bevölkerung zumindest eine gesundheitliche Belastung durch Hitze, hieß es in der Aussendung.

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