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Chronik Österreich
10/21/2020

Herbstferien: Die Corona-Urlaubsregeln

Welche Vorschriften in Österreichs Nachbarstaaten gelten - und was bei der Heimkehr droht.

von Elisabeth Holzer, Matthias Nagl

Der kleine Grenzverkehr kommt wieder in Bedrängnis. Ausflüge, Einkaufen, Treffen mit Freunden – all das soll es zwischen Salzburg und dem Berchtesgadener Land vorerst nicht mehr geben. Am Montag verhängte das Landratsamt über den Landkreis einen Quasi-Lockdown. Mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 270 ist der am stärksten mit Salzburg verwobene bayerische Landkreis der aktuell deutschlandweit am stärksten betroffene Bezirk.

Appelle, keine Verbote

Allerdings handelt es sich bei den Einschränkungen im Grenzverkehr um Appelle und nicht um Verbote. Österreicher sollen unnötige Fahrten in den Landkreis vermeiden, Bayern nicht „des Einkaufens willen“ über die Grenze fahren, sagte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Damit fallen zahlreiche Ausflugsziele für viele Salzburger flach: Am Samstag beginnen in ganz Österreich erstmals offizielle Herbstferien, die Familien wohl für Reisen nützen wollen -  ein Überblick über die derzeit in den Nachbarstaaten geltenden Vorschriften:

Deutschland: Die meisten Österreicher können ohne Beschränkungen einreisen. Für Touristen aus Wien, Tirol (Ausnahme Gemeinde Jungholz) und Vorarlberg (außer Kleinwalsertal) gilt aber: Bei Einreise ist ein negativer PCR-Test vorzuweisen (maximal 48 Stunden alt) oder 14 Tage Quarantäne (Frei-Testen möglich). Umgekehrt gibt es keine Auflagen für Österreicher, die heimkehren.

Italien: Die Einreise für Österreicher ist uneingeschränkt möglich. Allerdings ist ein „Selbstdeklarationsformular“ mitzuführen (unter www.bmeia.gv.at). Einige Regionen verlangen eine Online-Registrierung: Apulien, Kalabrien, Sardinien und Sizilien. Bei der Heimreise gibt es keine Einschränkungen.

Schweiz/Liechtenstein: Für Reisende aus Wien, Ober- und Niederösterreich, Salzburg sowie dem Burgenland gilt Quarantänepflicht (zehn Tage) es gibt keine Möglichkeit, sich freizutesten.

Die Rückreise funktioniert ohne Auflagen.

Slowakei: Keine Beschränkungen für Österreicher bei der Ein- oder Rückreise, obwohl das östliche Nachbarland Wien, Tirol, Nieder- und Oberösterreich sowie Vorarlberg als Risikoregionen einstuft.

Slowenien: Wien steht auf der „Roten Liste“ Einreisende müssen entweder einen negativen Test vorlegen (maximal 48 Stunden alt) oder zehn Tage in Quarantäne. Für Bewohner anderer Bundesländer gilt das nicht. Der Wohnsitz muss aber an der Grenze „glaubhaft nachgewiesen“ werden, etwa mit einer Kopie des Meldezettels. Wichtig: In Slowenien gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr.

Keine Einschränkungen gibt es bei der Rückreise.

Tschechien: Österreicher dürfen einreisen. Allerdings ist das Land im Lockdown: Bis voraussichtlich 26. Oktober sind Geschäfte, Lokale und Beherbergungsbetriebe zu; es ist möglich, dass diese Maßnahme verlängert wird.

Österreich hat die höchste Warnstufe für Prag ausgerufen: Heimkehrer müssen eine negativen Test vorweisen oder in Quarantäne.

Ungarn: Es gilt ein Einreiseverbot für alle Ausländer, zwar mit Ausnahmen, die aber nicht auf Touristen zutreffen.

Zu beachten ist zudem noch die österreichische Einreiseverordnung wer aus Nicht-Risiko-Gebieten kommt, muss bei einer Kontrolle an der Grenze glaubhaft machen können, dass man sich in einem sicheren Staat oder Gebiet aufgehalten hat. Das klappt beispielsweise mit einer Hotelrechnung.

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