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Bilanz
02/28/2021

Februar-Bilanz: Sonniger Westen und grauer Osten

Der Februar war zu warm und zu trocken. Es gab bis zu 33 Grad Temperaturunterschied in nur einer Woche.

von Johanna Kreid

Eiseskälte und Rekordwärme, Nebel und Sonne, Schneemassen und Trockenheit: Die Monate Dezember, Jänner und Februar hatten durchaus Abwechslung im Programm. Während der Westen viel Niederschlag, aber auch viel Sonne erlebte, war es im Osten milder, aber vor allem grau in grau.

Der Februar war mit einer Abweichung von rund 2,5 Grad heuer deutlich zu warm, meldet die Österreichische Unwetterzentrale. Das lag an einem sehr milden Monatsauftakt und einer extremen Wärmewelle am Monatsende: In den ersten Februartagen erreichten die Temperaturen in Feldkirch schon stolze 18 Grad, gegen Monatsende wurden überhaupt reihenweise Temperaturrekorde gebrochen – in Köflach in der Steiermark etwa war es mit 22,6 Grad schon frühlingshaft, knapp gefolgt von Deutschlandsberg mit 22,3 Grad.

Nur in der Monatsmitte wurde es vorübergehend bitterkalt: In St. Jakob im Defereggental beispielsweise kühlte es auf minus 23,7 Grad ab. Unterhalb von 1.000 Metern lag der Kältepol mit minus 19,2 Grad in Schoppernau. Zu kalt war es im Schnitt im Februar aber nirgends, am ehesten entsprachen die Temperaturen im niederösterreichischen Nordosten in Laa an der Thaya und in Retz der Jahreszeit.

189 Sonnenstunden

Generell war der Osten des Landes, was die Sonnenstunden betrifft, benachteiligt: Poysdorf in Niederösterreich etwa wies ein Defizit von rund 20 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel auf.

Im Rest des Landes gab es im Februar jedoch um 20 bis 40 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel. Auf der Kanzelhöhe in Kärnten schien die Sonne zum Beispiel 189 Stunden lang – 141 Stunden wären es im langjährigen Schnitt. Bei den bewohnten Orten hat Lienz mit 184 Sonnenstunden die Nase vorne.

Zuerst sehr kalt, dann sehr mild

Beachtlich ist auch der rasche Wechsel von sehr kalt auf sehr mild im Februar. In manchen Regionen Österreichs gab es innerhalb von nur einer Woche Temperaturunterschiede von mehr als 30 Grad: etwa in Lech/Arlberg. Hier berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) von 33 Grad Unterschied vom Tiefst- zum Höchstwert innerhalb von sieben Tagen.

Blickt man weiter zurück, präsentierte sich der Dezember eher mild und der Jänner wiederum relativ kalt. Im Süden und Westen des Landes gab es teils Rekord-Niederschlagsmengen, im Norden und Osten wiederum waren der Dezember wie der Jänner sehr trocken. Im Tiefland verlief der Winter um 0,8 Grad wärmer als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. In den Bergen lag die Abweichung bei plus 0,5 Grad.

Vorschau

Und wie geht es weiter? Heute, Montag, scheint in weiten Teilen des Landes die Sonne – nur in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland dominiert erneut grau in grau: Es bleibt vorerst noch windig und bedeckt. Aber es gibt Hoffnung: Am Dienstag dürfte sich die Sonne dann bis Mittag im ganzen Land durchsetzen.

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