Chronik | Österreich
17.11.2017

"EU-Bauer" Manfred Tisal tritt nicht mehr beim Villacher Fasching auf

Zuletzt war über ein Antreten Tisals für die FPÖ bei den Kärntner Landtagswahlen 2018 spekuliert worden.

Manfred Tisal, auch bekannt als "EU-Bauer", wird nicht mehr beim Villacher Fasching auftreten. Das gab die Faschingsgilde am Freitag via Aussendung bekannt. Offizieller Grund für das Ende des Engagements beim Villacher Fasching ist Tisals Alter. "Ich werde im Jahr 2018 mein 65. Lebensjahr und damit das Pensionsalter erreichen: die beste Zeit, zu gehen", so der Kabarettist.

Wie die Kleine Zeitung berichtet, soll der Nicht-Auftritt eine indirekte Bestätigung dafür sein, dass Tisal bei den kommenden Landtagswahlen in Kärnten für die FPÖ kandidieren wird (der KURIER berichtete). Denn laut dem Statut der Villacher Faschingsgilde ist es Mitgliedern nicht erlaubt, neben der Narrentätigkeit auch eine politische Funktion auszuüben.

Zwar steht eine offizielle Bestätigung noch aus, jedoch wurden bereits entsprechende Signale aus der Partei gesendet. Die FPÖ warb zuletzt intensiv um die Dienste des 64-jährigen, und Parteichef Heinz-Christian Strache persönlich bezeichnete ein Antreten Tisals als Gewinn für die Partei.

Der ORF hatte Tisal im Sommer eine "Sendepause" für dessen Radiosendung "Kuhmentare" verordnet, nachdem dieser im Internet mit einem Kommentar gegen Flüchtlinge für Aufsehen gesorgt hatte. Zahlreiche weitere Auftraggeber folgten diesem Beispiel, woraufhin Tisal bei mehreren FPÖ-Veranstaltungen auftrat.