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Chronik Österreich
12/21/2021

Dutzende Flüge aus GB: Corona-Kontrollen an den Grenzen verschärft

Die Kontrollen der neuen Regeln würden am Airport der Landeshauptstadt "lückenlos" erfolgen.

Die Regeln für die Einreise nach Österreich sind seit Montag deutlich verschärft. Ohne Quarantäne ist sie – bis auf wenige Ausnahmen – nur noch Genesenen und Geimpften gestattet. Und selbst die müssen einen gültigen PCR-Test mit sich führen, außer sie sind bereits mit dem dritten Stich geboostert.

Die neuen Bestimmungen des Gesundheitsministeriums sollen helfen, die Ausbreitung der wesentlich ansteckenderen Omikron-Variante zu bremsen.

Wie praktisch jede Verordnung sorgte auch diese vor Inkrafttreten für gehörigen Wirbel. Vertretern der Tourismusbranche ging es zu schnell. Der Tiroler Seilbahnlobbyist und VP-Nationalrat Franz Hörl echauffierte sich, dass derartige Regelungen "bei uns immer um 5 vor 12 geschehen".

Flüge aus Hotspots

Anderen wiederum ging es mit den Verschärfungen zu langsam, da am Wochenende noch Urlauber aus Omikron-Hotspots wie Großbritannien oder den Niederlanden nach der 2-G-Regel und ohne PCR-Test auf Flughäfen in Österreich einreisen konnten.

Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, dass bei solchen Verschärfungen stets zwei Seiten betrachtet werden müssten. Einerseits gelte es, schnell zu reagieren. Andererseits müsse auch die Umsetzung gewährleistet sein.

Dutzend Maschinen aus Großbritannien 

Im konkreten Fall galt es vor allem, die Kontrollen an Grenzen und Flughäfen hochzufahren. In Innsbruck landeten alleine am Samstag über ein Dutzend Maschinen aus Großbritannien und Holland. "Wir haben bereits am Wochenende die Daten aller Briten erfasst", sagt Harald Baumgartner, Leiter der Tiroler Fremden- und Grenzpolizei. Die Kontrollen der neuen Regeln würden am Airport der Landeshauptstadt „lückenlos“ erfolgen, "bei allen relevanten Übergängen an den Landesgrenzen stichprobenartig".

Mehr Personal wird für die Covid-Kontrollen an Österreichs Grenzen aber nicht abgestellt, heißt es vom Innenministerium. Neben der Polizei sind aber noch rund 500 Soldaten im Einsatz, sagt ein Bundesheer-Sprecher.

Ausnahme für Pendler 

Verwirrung gab es am Wochenende bei der Ausnahmeregelung für Pendler (darunter fallen auch regelmäßige Besuche zu familiären Zwecken). Für sie gilt weiterhin die 3-G-Regel. Die Ausnahme war allerdings widersprüchlich formuliert, weshalb die Novelle der Einreiseverordnung keine 24 Stunden nach Veröffentlichung am Sonntag schon wieder novelliert werden musste.

Um seinem Ärger Ausdruck zu verleihen, nahm Hörl eine sprachliche Anleihe bei seinem Ex-Parteiobmann Sebastian Kurz und meinte: "Bald kennt jeder jemanden, der sich nicht mehr auskennt."

Verwirrte Hoteliers

Für Tirols Neos-Chef Dominik Oberhofer – im Brotberuf Hotelier – war am Montag noch unklar, ob Beherbergungsbetriebe neben dem 2-G-Nachweis ihrer Gäste nun auch das Mitführen eines PCR-Tests überprüfen müssen. Dieser werde nur bei der Einreise kontrolliert, stellte das Gesundheitsministerium auf Anfrage klar.

Weitere Verschärfungen in den kommenden Tagen wären keine Überraschung. So gibt es in Österreich etwa derzeit noch kein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien, wo Omikron in einigen Landesteilen bereits die dominierende Variante ist.

In Deutschland ist das Vereinigte Königreich seit Montag als Virusvariantengebiet eingestuft. Einreisende aus dem Land müssen daher in eine zweiwöchige Quarantäne – auch Geimpfte und Genesene.

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