Dieses Bild stammt aus einem Video vom Abtransport des Patienten aus der UNO City.

© Dominik Schreiber

Chronik Österreich
02/26/2020

Coronavirus: Entwarnung in der Wiener UNO-City

Ein Mitarbeiter der Wiener UNO-City wurde am Nachmittag untersucht und negativ auf das Virus getestet.

Der nächste Coronavirus-Verdachtsfall - diesmal in einem Gebäude, in dem etwa 5000 Mitarbeiter arbeiten: Am Nachmittag wurde aber Entwarnung gegeben. Der Patient wurde negativ auf das Virus getestet. Vorsorglich waren vier weitere Mitarbeiter nach Hause geschickt worden. 

Bisher kein bestätigter Fall

In der Bundeshauptstadt gibt es bis dato keinen bestätigten Fall. Bisher (Stand: 9.00 Uhr) seien 72 Verdachtsfälle mit negativem Ergebnis getestet worden, sagte ein Sprecher des Krankenanstaltenverbundes (KAV). Bei 15 Personen laufe die Abklärung.

Erste Anlaufstelle ist dabei das Kaiser-Franz-Josef-Spital (SMZ Süd). Die dortige 4. Medizinische Abteilung ist auf die Diagnose und Behandlung derartiger Virenerkrankungen spezialisiert. Laut dem KAV-Sprecher sind derzeit zwei Stationen ausschließlich für Personen, die sich infiziert haben könnten, reserviert. Um die Mittagszeit befanden sich dort 15 Personen zur Abklärung, hieß es. In die KAV-Statistik ist der Coronavirus-Verdacht samt der notwendigen Testungen von Lehrern und Kindern an der Schule in der Josefstadt noch nicht eingeflossen. Die Vorkommnisse wurden erst später am Vormittag bekannt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Verdachtsfall am Gymnasium negativ getestet wurde.

 

Niemand in Heimquarantäne

Bei einem Verdachtsfall handelt es sich um eine Person, die die entsprechenden Krankheitssymptome aufweist und in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigten oder vermutlichen Coronavirus-Erkrankten hatte oder sich in China oder in einer der betroffenen italienischen Regionen aufgehalten hatte. Auch der Aufenthalt in einer Gesundheitseinrichtung, in der Patienten mit einer Coronavirus-Infektion behandelt werden bzw. wurden, gelten hierbei als weiteres Kriterium.

In Heimquarantäne müsse derzeit niemand leben, informierte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) weiters. In dieser hätten sich bisher elf österreichische Heimkehrer aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan aufhalten müssen. Mittlerweile haben sie die entsprechenden Unterkünfte aber verlassen.

Sollte es in Wien zu bestätigten Coronavirus-Fällen und einer Ausbreitung kommen, so gibt es einen Stufenplan, nach welchem vorgangen wird, führte der KAV-Sprecher aus. Zuerst würde die Patienten-Versorgung an der 4. Medizinischen Abteilung übernommen werden. In Summe gibt in den KAV-Häusern in Wien eine Kapazität von rund 500 Betten für die Betroffenen.

Ergebnisse binnen Stunden

Einmal mehr wurde seitens des KAV betont, dass in der Bundeshauptstadt schon vor Wochen die Vorbereitungen für den Ernstfall angelaufen sind. Ende Jänner wurde der erste Verdachtsfall in der 4. Medizinischen Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals aufgenommen und abgeklärt, erinnerte der KAV-Sprecher. Unmittelbar danach wurde in der KAV-Generaldirektion ein Einsatzboard installiert, das täglich zusammentritt und sich mit allen behördlichen Einsatzstäben koordiniert.

Die Prozesse der Verdachtsabklärung inklusive des Transfers in das Kaiser-Franz-Josef-Spital via Berufsrettung funktioniere reibungslos, wurde heute auch betont. Im Rahmen der Vorbereitungen wurde beispielsweise an der beschleunigten Testung gearbeitet. „Vom ersten Verdachtsfall, wo wir über 24 Stunden auf das Testergebnis warten mussten, sind wir mittlerweile bei wenigen Stunden angelangt“, berichtete der KAV-Sprecher. Weiters wurde Sorge getragen, dass die nötige Schutzausrüstung für das Personal in den Spitälern vorhanden ist. Auch an den organisatorischen Prozessen wurde gefeilt - beispielsweise an der Verschiebung von bestimmten Eingriffen oder der Verlagerung von Patienten wie auch an der Information und Vorbereitung der Mitarbeiter.

112 Tests in Niederösterreich

In NÖ gab es 112 Test, etwa 50 davon gelten als echte Verdachtsfälle. Seit gestern sind rund 20 Verdachtsfälle dazu gekommen. Bisher niemand positiv getestet. Bei den 50 Mitarbeitern des LKH ST. Pölten, die sich nach dem Besuch des Karnevals von Venedig freiwillig in Quarantäne begeben haben, stehen die letzten Testergebnisse noch aus. Die sollen heute Abend eintreffen. Bisher wurde niemand positiv getestet.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.