© EPA/RONALD WITTEK

Chronik Österreich
07/02/2020

Coronavirus in Graz: Infizierte in Pflegeheim und Firma

Nach dem Cluster um eine Freikirche in Oberösterreich gibt es in Graz in einer Firma und einem Wohnheim Infektionen.

von Teresa Sturm

Aufgrund rasant steigender Zahlen von Infektionen in Oberösterreich schließen dort nun in fünf Bezirken Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Laut Innenministerium gab es am Mittwoch (Stand: 9.30 Uhr) 61 Neuinfektionen in Oberösterreich. Laut Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) befinden sich aktuell etwa 1.400 Personen in Quarantäne. So versuche man das Cluster einzudämmen.

Zehn Bauarbeiter in Graz positiv

Nun könnte sich auch in Graz ein Cluster auftun. Laut Gesundheitsamt wurden zehn von 40  Mitarbeitern einer Baufirma positiv auf Covid-19 getestet. Alle Betroffenen sind laut Gesundheitsbehörde in häuslicher Quarantäne. Weitere 60 Mitarbeiter der Firma werden heute noch getestet, die Ergebnisse sollen binnen 24 Stunden vorliegen. Die Erhebungsarbeiten - um mögliche Kontaktpersonen zu finden - seien "umfassend", wie es hieß.

Und auch in einem Grazer Pflegewohnheim gab es Aufregung im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie eine Hinterbliebene in einem Radio-Beitrag des Ö1-Morgenjournals darlegte, sei die Familie nicht darüber informiert worden, dass es im Heim eine Coronavirus-Infektion gab. Die Leitung wies die Vorwürfe strikt zurück: „Beim ersten Verdacht gab es sofort Tests.“ Die 81-jährige Bewohnerin war laut den Angehörigen am 9. April positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Mehrere Infektionen

Sie kam in ein Grazer Krankenhaus und starb dort zehn Tage später. Die Hinterbliebenen kritisieren, dass sie nichts von Corona-Fällen in benachbarten Wohneinheiten des Heims wussten. Sie hätten nämlich die betagte Frau vorsorglich nach Hause geholt und sie nicht im Heim gelassen. Insgesamt gab es im betroffenen Grazer Heim, das rund 80 Bewohner in mehreren voreinander getrennten Wohneinheiten beherbergt, mehrere Infektionen und zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Von der Heimleitung heißt es, dass man sich nichts vorzuwerfen habe. Man habe selbst nachweislich erst Anfang April von einer Covid-19-Infektion im Heim erfahren, nachdem eine Bewohnerin positiv getestet worden war. Nach dem ersten Infektionsfall seien die Maßnahmen weiter verschärft worden.

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