© Bundesheer/Martin Hoerl

Chronik Österreich
07/19/2021

Corona-Impfung für Stellungspflichtige im Gespräch

Geht es nach der nö. Gesundheitslandesrätin, soll im Zuge der Musterung geimpft werden, um die Durchimpfungsrate zu steigern. Erste Gespräche dazu laufen.

von Marlene Penz

Darüber, wie hoch die Durchimpfungsrate im Herbst sein muss, um das Coronavirus hinreichend eindämmen zu können, wird noch debattiert. Einige Experten gehen bereits von 95 Prozent aus.

Mit Stand Sonntagabend  verfügten 51,4 Prozent der impfbaren Bevölkerung in Österreich über einen vollständigen Impfschutz,  65,1 Prozent haben zumindest eine Corona-Impfung erhalten. Bei den Jüngeren ist die Impfquote geringer. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen sind 47,1 Prozent der Frauen und 45,8 Prozent der Männer geimpft.

Eine gute Chance, junge Männer zu erreichen, sieht die nö. Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ)  im Bereich der Stellung des österreichischen Bundesheeres in der Hesserkaserne in St. Pölten, bei der die Eignung zum Wehrdienst festgestellt wird.

Die Stellungspflichtigen sollen bei der Musterung künftig nicht nur  medizinische (wie etwa Seh-, Hör-und Bluttests) und psychologische Tests sowie  sportliche Belastungstests absolvieren, sondern auch gleich eine Corona-Impfung erhalten – verpflichtend soll das freilich nicht sein, sondern ein Angebot. 

„Erste Gespräche wurden zwischen der niederösterreichischen Gesundheitsbehörde und dem Österreichischen Bundesheer in dieser Sache schon aufgenommen. Grundsätzlich wollen wir die Stellungspflichtigen während der Stellung über das Thema Impfung ausführlich informieren und bei Interesse auch die Möglichkeit anbieten, sich sogleich impfen zu lassen“, so Königsberger-Ludwig. Erste Gespräche hätten mit dem nö. Militärkommandanten Brigadier Martin Jawurek stattgefunden.

Einen Befehl hätten die Stellungskommissionen  in den Ländern noch nicht erhalten, heißt es dazu von Oberst Michael Bauer, Sprecher des  Bundesheeres auf KURIER-Rückfrage. Aber für Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ist klar, dass das ein österreichweites Projekt werden soll. Tanner: „Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten und wollen künftig in allen Stellungsstraßen und bei allen Einrückungsterminen auch Covid-Impfungen anbieten. Die Stellungsstraße ist eine perfekte Möglichkeit, um den Impffortschritt bei den Jungen voranzutreiben.“ 

Strengere Kontrollen

Eine weitere Ankündigung, die vor allem die Jüngeren in der Bevölkerung betrifft, kam am Montag von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP): Schärfere Kontrollen bei der Einhaltung der 3-G-Regeln bzw. ab 22. Juli der 2-Gs. „Wir werden alles dafür tun, dass die Zutrittsregeln in der Nachtgastronomie, aber auch in allen anderen Gastronomiebetrieben flächendeckend eingehalten werden“, so Köstinger in einer Aussendung. 

Die Behörden können künftig auch schneller ahnden, da die Exekutive nun auch Organmandate ausstellen kann. Wer also keinen 2-G- oder 3-G-Nachweis vorlegen kann, muss künftig 90 Euro zahlen. Der Strafrahmen  liegt für Gäste wie bisher bei 500 Euro, für Betreiber bei 3.600 Euro.

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