74 Vorfälle auf dem Wasser, aber keine einzige Untersuchung

74 Vorfälle auf dem Wasser, aber keine einzige Untersuchung
Donau: Trotz Toten und Verletzten leitete das Verkehrsministerium keine Sicherheitsuntersuchung ein.

Man könnte der Meinung sein, dass bei der Schifffahrt auf Österreichs Gewässern alles in bester Ordnung ist. Seit 2016 gab es keinen einzigen sicherheitsrelevanten Unfall mehr. Das Verkehrsministerium sah keinen Grund, eine einzige offizielle Untersuchung einzuleiten.

Und auch die bisher letzte eingeleitete Untersuchung eines Unfalls aus 2016 scheint keine Eile zu haben. Damals kam es zu einer Kollision zweier Schiffe in der Wachau, auf einem war der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll zu Gast. Viereinhalb Jahre nach dem Zusammenstoß mit vier zum Teil schwer Verletzten gibt es noch immer keinen fertigen Bericht. Verwunderlich ist das nicht: Die zuständige Abteilung besteht derzeit aus einem Mitarbeiter.

In der KURIER-Redaktion und bei Neos-Sicherheitssprecherin Stephanie Krisper gingen zuletzt Beschwerden ein. So wurden im Jahr 2017 der Untersuchungsstelle 45 Vorfälle gemeldet, 24 davon waren schwer.

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