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Chronik Österreich
11/03/2021

Bisheriger Höchstwert in 4. Welle: 6.506 Neuinfektionen in Österreich

Die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Erkrankung hat die 300er-Schwelle überschritten. Zudem liegt die Sieben-Tages-Inzidenz mittlerweile bei 430.

Vier Tage am Stück verzeichneten die Behörden nun schon jeweils über 5.000 Neuinfektionen. Eine beunruhigende Serie, die sich am Mittwoch mit dem bisherigen Höchststand in der vierten Welle fortsetzte. 6.506  Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. So viele wie zuletzt am 21. November 2020 - damals klang die dritte Welle bereits wieder ab, nachdem am 2. November der "Lockdown light" verhängt worden war. Der bis dato höchste Wert an Neuinfektionen in Österreich wurde am 13. November mit 9.586 gemessen.

Die Zahl der aktiven Fälle steigt damit erstmals in der vierten Welle auf über 50.000, konkret auf 51.920. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohnern liegt österreichweit mittlerweile mit 430,53

Der nochmalige Anstieg im Vergleich zu den Vortagen dürfte auch mit den Schultests, die am Dienstag nach den langen Herbstferien erstmals wieder durchgeführt werden mussten, zurückzuführen sein. Genaue Daten, wie viele Schultestungen am Dienstag genau durchgeführt wurden, gibt es jedoch - Stand: 3.11., 11 Uhr - noch nicht. 

Zudem gibt es 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion zu vermelden, damit hat die Pandemie bisher 11.400 Todesopfer in Österreich gefordert. 

Schwelle von 300 Intensivpatienten überschritten

Die Zahl der Intensivpatienten mit einer Covid-19-Erkrankung hat bereits am Dienstag die 300er-Schwelle überschritten. Seit Dienstag kamen 16 an Covid-19 Erkrankte auf den heimischen Intensivstationen hinzu, damit befanden sich nach den Zahlen von Gesundheits- und Innenministerium (Stand Dienstag, 9.30 Uhr) 333 Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion auf den heimischen Intensivstationen. Auf der Normalstation liegen aktuell 1.752 Menschen mit einer Covid-Erkrankung. 

Das Überschreiten der 300er-Schwelle ist deshalb wichtig, weil laut dem aktuellen Stufenplan Stufe zwei sieben Tage nach Erreichen von 300 Corona-Intensivpatienten in Kraft tritt. 

Impfung sei Dank, ist die Lage auf den Intensivstationen trotz vergleichbar hoher Zahlen aber noch vergleichsweise entspannt. Der Höchstwert wurde erst am 12. April 2021 mit 611 Patienten verzeichnet. Die damalige 7-Tages-Inzidenz lag halb so hoch wie jetzt, bei rund 200. 

Mehr dazu hier: 

Bisher mehr als 300.000 Drittstiche 

Laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums wurden bisher insgesamt 11.558.438 Impfdosen verabreicht, davon haben 336.137 Menschen eine dritte Dosis erhalten. 5.731.581 Menschen haben ein aktives Impfzertifikat (64,16% der Gesamtbevölkerung sowie 72,54% der impfbaren Bevölkerung).

Die Infektionen verteilen sich wie folgt auf die Bundesländer:

  • Oberösterreich: 1.669
  • Niederösterreich: 1.337
  • Salzburg: 444
  • Wien: 805
  • Steiermark: 903
  • Tirol: 589
  • Kärnten: 338
  • Vorarlberg: 241
  • Burgenland: 180

Aktuelle Entwicklungen

  • Burgenland hat Impfziel erreicht - nun startet Lotterie (mehr)
  • 2,5-G-Regel ab 8. November: Salzburg verschärft Corona-Maßnahmen massiv (mehr)
  • Mehr als 300 Corona-Intensivpatienten: Stufe 2 startet am 8. November (mehr)
  • 3-G bis 2-5-G in der Arbeit, strenge Regeln in acht Ländern (mehr)
  • Bund-Länder-Gipfel über Verschärfungen am Freitag (mehr)
  • Steigende Zahlen: Welche Bezirke am stärksten betroffen sind (mehr)
  • 3-G bis 2,5-G am Arbeitsplatz: Das müssen Sie jetzt beachten (mehr)

Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch die Impfbereitschaft lässt weiterhin nach.

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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