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Chronik Österreich
01/26/2021

380-KV-Gegner wollen mit Politik abrechnen und ein neues Gesetz

Mit Unterstützung von SPÖ, FPÖ und Neos wird zu neuem Protest udn zu Abrechnung aufgerufen. Ziel ist Reform des Starkstromwegegesetzes.

von Matthias Nagl

Es ist einige Zeit vergangen, bis die „Fairkabler“ ihre Niederlage vor dem Verwaltungsgerichtshof in der Causa 380-KV-Leitung in Salzburg verdaut haben. Jetzt wollen sie den Protest wieder aufnehmen. Für Sonntag hat die Interessensgemeinschaft zu einer Kundgebung in der besonders stark von der Starkstromleitung betroffenen Gemeinde Koppl eingeladen.

Die Niederlage im Kampf gegen die Leitung haben die „Fairkabler“ akzeptiert, nun gibt es ein neues Ziel. Sie wollen sich für eine Reform des Starkstromwegegesetzes, das die Basis für die Errichtung der 380-KV-Leitung ist und aus dem Jahr 1968 stammt, einsetzen. Bevor es so weit ist, soll am Sonntag aber noch abgerechnet werden.

Schellhorn unterstützt

Und zwar, wie es in der Einladung heißt, mit den für die Leitung verantwortlichen Politikern und Managern. Da wird es nicht zimperlich zugehen. Die „Fairkabler“ und ihr Sprecher werden „mit den verantwortlichen Politikern und Managern abrechnen und sie für ihr Versagen anklagen“, steht in der Einladung.

Dafür haben sich die Veranstalter auch Unterstützer aus der Politik organisiert. Neben SPÖ-Nationalrätin Cornelia Ecker und der Salzburger FPÖ-Chefin Marlene Svazek soll auch Neos-Nationalrat und Salzburg-Chef Sepp Schellhorn beim Protest Stellung beziehen.

Während Ecker und Svazek schon zuvor an der Seite der Leitungsgegner aufgetreten sind, ist es für Schellhorn eine Premiere. Er bestätigt gegenüber dem KURIER seine Teilnahme. Diese sei „kein Protest gegen die 380-KV-Leitung“, Bürgerengagement gelte es aber zu honorieren. Die „Fairkabler“ wollen jedenfalls, dass durch ein neues Starkstromwegegesetz die Erdverkabelung von Hochspannungsleitungen möglich wird.

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