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Chronik Österreich
06/04/2021

333 neue Corona-Infektionen in Österreich

Zudem gibt es vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

von Kevin Kada

Von Donnerstag auf Freitag gab es 333 neue Corona-Infektionen in Österreich. Im Vergleich zur Vorwoche (541) ist das ein deutlicher Rückgang um 208 Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank auf unter 30 und betrug am Freitag 27,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Rückläufig war weiterhin die Zahl der Covid-19-Patienten in Spitälern. Erstmals seit August vermeldet das Burgenland zudem keine einzige Neuinfektion.

Zudem gibt es vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.

In der vergangenen Woche wurden unterdessen erstmals mehr als eine halbe Million Impfungen verabreicht. Seit Freitag kamen exakt 527.243 Stiche hinzu. Am Donnerstag wurden österreichweit 52.163 Immunisierungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 3.786.633 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 42,5 Prozent der Bevölkerung. 1.684.716 und somit 18,9 Prozent der Einwohner Österreichs sind bereits voll immunisiert.

Die Neuinfektionen in den Bundesländern

  • Wien: 101
  • Niederösterreich: 58
  • Oberösterreich: 46
  • Tirol: 43
  • Steiermark: 42
  • Vorarlberg: 18
  • Salzburg: 14
  • Kärnten: 11
  • Burgenland: 0

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate nach zumindest einer Immunisierung im Burgenland mit 47,2 Prozent. In Niederösterreich sind 44,4 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft, in Salzburg 44 Prozent. Nach Tirol (43,9), Vorarlberg (43,2), Kärnten (42,9), der Steiermark (41,8) und Oberösterreich (41,7) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 38,2 Prozent.

Innen- und Gesundheitsministerium meldeten am Fenstertag 333 Neuinfektionen. Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (351). Die meisten neuen Fälle kamen mit 101 in Wien hinzu, 58 waren es in Niederösterreich, 46 in Oberösterreich, 43 in Tirol und 42 in der Steiermark. Vorarlberg meldete 18 neue Fälle, Salzburg 14 und Kärnten elf. Das Burgenland verzeichnete erstmals seit August 2020 keine einzige weitere Ansteckung in 24 Stunden.

Weiter rückläufig ist somit auch die Zahl der aktiven Fälle, am Freitag galten österreichweit 4.398 Menschen als aktiv infiziert, 78 weniger als am Donnerstag. Seit Pandemiebeginn gab es 646.167 bestätigte Fälle. Als genesen gelten 631.138 Menschen.

360 Personen in Spitalsbehandlung

Weiter hoch ist die Zahl der Todesfälle. Seit Donnerstag wurden vier weitere Tote gemeldet, allein in der vergangenen Woche starben 43 Menschen an oder mit Covid-19. Somit stieg die Zahl der Todesopfer auf bereits 10.631. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 119,4 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

Im Krankenhaus liegen derzeit 360 Personen, das sind um 21 weniger als am Donnerstag gemeldet waren. 118 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Das waren zehn weniger als am Vortag, innerhalb einer Woche ging die Zahl der Schwerkranken um 57 zurück.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 411.644 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 58.269 aussagekräftige PCR-Tests, die Positivrate betrug 0,6 Prozent. In der vergangenen Woche wurden täglich knapp 80.000 PCR-Tests analysiert, im Schnitt lieferten 0,4 Prozent positive Ergebnisse.

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Neue Fälle nach Alter

Während in der ersten und zweiten Welle vor allem ältere Menschen betroffen waren, wurden in der dritten Welle auch viele Jugendliche infiziert. Das liegt zum einen in einer massiven Ausweitung der Testungen - seit Februar werden Österreichs Schüler via Antigen-Test auf das Coronavirus getestet. 

Und zum anderen an der weiten Verbreitung der britischen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist. 

Zur Grafik: Klicken Sie auf die einzelnen Altersgruppen, um sie ein- und auszublenden.

Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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