Das Netzhaut Ton-Film-Festival vor St. Peter an der Sperr

© Daniela Matejschek/Netzhaut

Chronik Niederösterreich
10/05/2020

Wr. Neustadt: Kultursommer als Rezept gegen Corona

46 kleinere Events statt Großveranstaltungen. 5.000 Besucher kamen dazu in die Innenstadt.

von Patrick Wammerl

Dass sich strenge Besucherbeschränkungen und ein florierendes kulturelles Leben nicht ausschließen, hat Wiener Neustadt mit dem heurigen Kultursommer gezeigt. Auch wenn die großen Events wie das „Symphonic Rock“-Konzert oder das Konzert für Wiener Neustadt Pandemie-bedingt abgesagt wurden, konnte man dennoch mit 46 kleineren Veranstaltungen aus Musik, Film, Theater und Literatur knapp 5.000 Kulturbegeisterte unterhalten. Und das, ohne damit einen Corona-Cluster zu verursachen.

Eigentlich wollte Wiener Neustadt den Rückenwind und Hype nach der NÖ Landesausstellung nutzen und in den angesagten neuen Spielstätten wie Kasematten und St. Peter an der Sperr ein kulturelles Feuerwerk zünden. „Doch dann kam der Lockdown. Wir haben uns den Neustart im kulturellen Leben der Stadt nach der Landesausstellung freilich anders vorgestellt. Dennoch ist uns trotz der Corona-Pandemie einiges gelungen“, resümiert ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Kulturstadtrat Franz Piribauer und der Leiter der Kultur-Stabsstelle, Matthias Zauner, setzten auf kleinere Events im Juli und August mit maximal 120 Besuchern, der Großteil unter freiem Himmel. „Im Rahmen der Möglichkeiten ist es uns gelungen, die Stadt im Sommer mit Leben zu füllen und Kultur aller Sparten kostenfrei zugänglich zu machen“, so Piribauer. Highlight neben den Filmabenden im Bürgermeistergarten war das Ton-Film-Festival „Netzhaut“ beziehungsweise die zwölf Konzerte am Hauptplatz. Bei der Open-Stage im Bürgermeistergarten hatten junge Bands die Möglichkeit, sich an fünf Abenden zu präsentieren.

Schaffenspause

Das Ziel der Politik war es, nicht nur den lokalen Kunstschaffenden in der harten Zeit eine Plattform und Möglichkeiten für Auftritte zu bieten, nachdem diese gezwungen waren eine Schaffenspause einzulegen. „Diese Belebung war auch für die lokale Wirtschaft und die Innenstadt-Unternehmen wichtig“, meint Schneeberger.

Besonders gut habe sich das auch auf die Frequenz bei den Kindervormittagen am Hauptplatz und den Auftritten der Straßenkünstler Samstagvormittag in den Fußgängerzonen ausgewirkt. Aufgrund des Erfolges hat sich die Stadt bereits jetzt dazu entschlossen, den Kultursommer auch 2021 abzuhalten. Künstler können sich unter kultursommer@wiener-neustadt.at bewerben.

Auch im Herbst versucht die Stadt unter Einhaltung aller Corona-Sicherheitsbeschränkungen, das kulturelle Leben weitergehen zu lassen. Im September wurde nach der Zwangspause das „Bloody Crown“-Festival in den Kasematten wieder aufgenommen und im Museum St. Peter an der Sperr laufen die aktuellen Ausstellungen. Unter der Intendanz von Pianist Florian Krumpöck beginnt am 19. Oktober das Bösendorfer Festival mit Stars wie Friedrich von Thun, Karl Markovics, Cornelius Obonya oder Miguel Herz-Kestranek.

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