Großbrand in Kematen an der Ybbs: Viele Wohnungen unbenutzbar
Feuer breitete sich über das Dach blitzschnell aus.
Enormen Schaden und viel menschliches Leid hat der Großbrand in einer Wohnhausanlage in Kematen an der Ybbs im Bezirk Amstetten angerichtet. Der Großeinsatz der Feuerwehren ist auch am Freitagmorgen mit der Brandwache noch am Laufen. Bis Mitternacht stand der Großteil der zwölf eingesetzten Feuerwehren mit rund 150 Freiwilligen im Einsatz.
Bei dem Feuer, das wie berichtet am frühen Donnerstagnachmittag ausgebrochen war, verloren zahlreiche Bewohner ihre Unterkünfte. Binnen kürzester Zeit erfasste das Feuer den gesamten Dachstuhl. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits teils meterhohe Flammen aus dem Dach, berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.
Dach wurde in nächtlicher Arbeit abgetragen.
„Da hat es viele ganz schlimm erwischt“, sagt der Kematener Feuerwehrkommandant Christian Pichler, der dem KURIER am Freitagfrüh die Lage schildert.
Zwölf Feuerwehren standen bis Mitternacht im Einsatz.
In mühsamer Kleinarbeit mussten in der Nacht das Dach und der Dachstuhl mithilfe von Kränen abgetragen und in Container verfrachtet werden. Das Brandgut wurde andernorts nachgelöscht und getrennt.
Sturm verschärfte die Lage
Ein nächtliches Gewitter, das mit einem Sturm aufzog, bescherte zudem nochmals eine gefährliche Situation, weil Glutnester angefacht wurden. Auch den bis dahin von den Feuerwehrleuten vor den Flammen und Funken erfolgreich geschützten angrenzenden Heidewald mussten die Freiwilligen nochmals besonders beachten.
Konkret mussten in dem großvolumigen Wohnbau laut Bezirksfeuerwehrkommando 24 Wohnungen geräumt und rund 60 Personen evakuiert werden. Das Rote Kreuz und ein lokaler Arzt sowie ein Tierarzt versorgten rund 40 Personen und etliche Haustiere im zentralen Gemeindesaal. Die Brandopfer kamen dann die Nacht über bei Verwandten und in Ersatzunterkünften unter.
Kompletter Dachstuhl zerstört
Überblicksbilder zeigen das Ausmaß der großen Zerstörung an dem L-förmig angelegten großvolumigen Mehrparteienhaus. Vor allem die Wohnungen im Dachgeschoß seien sicher für längere Zeit unbewohnbar, heißt es am Brandort. In Kematen soll am Vormittag eine Krisensitzung mit den Betroffenen stattfinden. Sachverständige werden die Lage in dem Wohnkomplex begutachten und beurteilen.
Zur Brandursache gibt es bislang keine gesicherten Angaben. Brandsachverständige sollen heute nochmals Ermittlungen durchführen.
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