Wahlwiederholung in Kematen: ÖVP nimmt der SPÖ ein Mandat ab

Nach der vom VfGH angeordneten Wahlwiederholung in Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) steht nun fest: Die ÖVP bleibt, die SPÖ verliert.
Landesrat Anton Kasser und ÖVP-Bürgermeisterin Juliana Günther und ihr Team sagten "Danke"

Zusammenfassung

  • In Kematen an der Ybbs wurde die Gemeinderatswahl nach VfGH-Anordnung wegen fehlerhafter Wahlkarten wiederholt.
  • Die ÖVP gewann ein zusätzliches Mandat und hält nun 13 Sitze, während die SPÖ auf acht Sitze kommt.
  • Beide Parteien führten einen intensiven Wahlkampf, die SPÖ zeigte sich enttäuscht, die ÖVP sieht sich im klaren Auftrag.

In Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) gingen am Sonntag die Bürgerinnen und Bürger zur Urne. Nach einer vom Verfassungsgerichtshof angeordneten Wiederholung der Gemeinderatswahl lieferten sich die beiden Parteien SPÖ und ÖVP einen erbitterten Wahlkampf.

Zu wählen war, wer auch im Jänner 2025 am Wahlzettel stand, ebenso waren nur jene Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, die es auch damals waren.

Wiederholung vom VfGH angeordnet

Zur Wiederholung kam es, weil der VfGH in seinem Erkenntnis eine ungesetzliche Handhabung von 19 Wahlkarten angeprangert hat. Die SPÖ hatte gegen das Wahlergebnis Einspruch erhoben.

Nun ist das Ergebnis klar: Die ÖVP konnte ein Mandat mehr gewinnen als bei der letzten Wahl, während die SPÖ ein Mandat verliert. Damit hat die ÖVP mit 60,15 Prozent den ersten Platz und 13 Mandate erreicht.

Im Vergleich zur Wahl 2025 geht damit ein Sitz von der SPÖ an die Volkspartei rund um Bürgermeisterin Juliana Günther. Die Sozialdemokraten um Matthias Fischböck kamen auf 39,85 Prozent und stellen künftig acht Vertreter im Gemeinderat. Alt- und Neu-Bürgermeisterin Juliana Günther freut sich riesig: „Wir werden morgen wieder arbeiten und in eine gemeinsame Zukunft starten – wir haben einen klaren Auftrag!“ 

Bürgermeisterin Juliana Günther baute den Vorsprung aus

Bürgermeisterin Juliana Günther und Vizebürgermeister Martin Nagelhofer bauten den Vorsprung aus

VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner gratuliert zu dem Ergebnis: „Die Volkspartei Niederösterreich ist die Bürgermeister-Partei, das zeigt der Wahlausgang in Kematen an der Ybbs eindrucksvoll. Ich gratuliere Bürgermeisterin Juliana Günther und ihrem Team herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis - harte Arbeit in Kombination mit ehrlicher Politik wird von den Wählerinnen und Wählern belohnt. Nun gilt es, den erfolgreichen Weg konsequent weiter zu beschreiten und für die beste Zukunft unserer Kinder verantwortungsvoll für Kematen zu arbeiten.“

Aufstehen, Krone richten und weitermachen

Die Wahlwiederholung war vielen Bürgerinnen und Bürgern eher ein Dorn im Auge - doch SPÖ und ÖVP investierten viel Energie und Zeit in den Wahlkampf, um vor allem die Kernwählerschaft anzusprechen.

Matthias Fischböck (SPÖ) zeigte sich demnach enttäuscht: „Das tut natürlich weh, das sag ich ganz offen und ehrlich. Danke an alle, die mir das Vertrauen geschenkt haben, aber mit einem Mandatsverlust habe ich nicht gerechnet. Für uns heißt es jetzt trotzdem aufstehen, Krone richten und weitermachen.“ 

Nun müsse man sich zusammensetzen und klären, wie es weitergeht, so Fischböck. Juliana Günther hat angekündigt, noch ein wenig die Korken knallen zu lassen und zu feiern, ehe es morgen wieder an die Arbeit geht.

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