Größter Waldbrand Österreichs: Handys der Zündler sind tabu

Größter Waldbrand Österreichs: Handys der Zündler sind tabu
Das Inferno in NÖ verursachte einen Schaden von 30 Millionen Euro. Für die Justiz ist das Delikt dennoch zu gering, um Funkzellen auszuwerten.

Es war die größte Waldbrand-Katastrophe, die es in Österreich je gegeben hat. 13 Tage lang kämpften fast 9.000 Einsatzkräfte in Hirschwang an der Rax (Bezirk Neunkirchen) in einem 115 Hektar großen Gebiet gegen die Flammen. Der Schaden inklusive Einsatzkosten wird mit fast 30 Millionen Euro beziffert. Eine Summe, die nun die öffentliche Hand zu tragen hat.

So schwerwiegend das Ereignis auch war, wird der Verursacher des Feuerinfernos vermutlich nie gefunden werden. Denn durch eine juristische Spitzfindigkeit bleibt das wesentlichste Ermittlungsinstrument der Kriminalpolizei bei der Klärung solcher Delikte unangetastet.

Die Justiz hat in der Causa eine Funkzellenauswertung und Analyse der Mobilfunkdaten untersagt. Es kann von der Kripo nicht erhoben werden, wer in der Nacht vor dem Brandausbruch mit seinem Handy am Berg eingeloggt war. Der Brand ist bekanntlich von einer illegalen Feuerstelle von Campern auf dem Mittagstein in 1.000 Meter Seehöhe ausgegangen.

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