Der St. Pöltener Staatsanwalt Karl Wurzer ist bei einer Bergtour tödlich abgestürzt

© Pfarre Herz Jesu Amstetten

Nachruf
11/03/2021

Trauer um verunglückten Staatsanwalt und Wohltäter

Große Trauer herrscht in Amstetten und Winklarn um engagierten 47-jährigen Juristen und Pfarrmitarbeiter .

von Wolfgang Atzenhofer

Der KURIER berichtet verstärkt aus der Landeshauptstadt St. Pölten. Wenn Sie über alle wichtigen Themen in der Stadt informiert bleiben wollen, dann können Sie sich hier oder am Ende des Artikels für den wöchentlichen Newsletter "Ganz St. Pölten" anmelden.

In seinem Beruf als Staatsanwalt versuchte Karl Wurzer düstere und schwierige Kriminalfälle rechtlich korrekt zu lösen. Als Privatmann und Familienvater suchte und förderte er Harmonie und Gemeinsamkeit. In der Stadt Amstetten sowie in der Gemeinde Winklarn und vor allem in den dortigen Pfarren herrscht große Trauer über den Unfalltod des beliebten und engagierten Mitbürgers.

Ebenso aber auch im Landesgericht St. Pölten, wo derzeit die schwarze Fahne gehisst ist. „Er war ein sehr umsichtiger und engagierter Kollege, so etwas wie die Seele der Behörde. Wir können es noch gar nicht fassen“, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft St. Pölten Leopold Bien.

Der 47-jährige Wurzer war am Nationalfeiertag bei einer Bergtour am Hochtor im steirischen Gesäuse, auf der er allein unterwegs war, abgestürzt und tödlich verletzt worden. Am Donnerstag wird der dreifache Familienvater in Winklarn begraben. Er hinterlässt eine Ehefrau und drei Kinder im Teenageralter.

Großes Engagement

Wurzer war zeitlebens, zuerst in seiner Heimatpfarre Amstetten Herz Jesu, sowie nach der Übersiedlung in Winklarn ein höchst aktiver Mitarbeiter. In Amstetten leitete er die Jungschargruppe oder war als Nikolaus-Darsteller unterwegs und er unterstützte den Pfarrer bei der Ministrantenarbeit. „Er war für Arbeit und Ratschläge immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte“, sagte Pfarrer Roman Stadelmann in einer Laudatio der Pfarre. In Winklarn galt Wurzer als beispielhafter und stolzer Familienmensch, war Lektor bei Gottesdiensten und als Pfarrgemeinderat aktiv. Viel Energie widmete er auch hier den Ministranten, organisierte Ausflüge, die Ratschenaktion vor Ostern oder die Sternsingeraktion.

In der Staatsanwaltschaft St. Pölten sei die Kollegenschaft zutiefst betroffen über den überraschenden Tod  Wurzers, berichtete Bien. Als kompetenter Staatsanwalt in Straf- und Sozialsachen und als stellvertretender Medienstaatsanwalt geschätzt, habe Wurzer vor allem auch für den geselligen und menschlichen Zusammenhalt in der Behörde gesorgt. „Über ihn liefen viele Aktivitäten, wie Zusammenkünfte oder die Weihnachtsfeiern“, so Bien. Wurzers Tod sei unbegreiflich. Seit 2008 bei der StA St.Pölten in Diensten war Wurzer der hier am zweitlängsten Beschäftigte, erklärte Bien. Er hinterlasse ein Riesenloch.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.