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Chronik Niederösterreich
09/28/2021

Politstreit um Geschäftsführer-Bestellung in Glasfaser-Gesellschaft

Ibiza-Ausschuss strahlt ins Ybbstal aus: SPÖ lehnte ÖVP-Mann Andreas Hanger als GYG-Geschäftsführer ab

von Wolfgang Atzenhofer

Über die neu gegründete Glasfaser Ybbstal GmbH (GYG) wollen sieben Gemeinden in der Nögig-Pilotregion das Breitbandnetz auf eigene Faust vorantreiben. Bei der Gründungsversammlung wurde bei der Bestellung des ehrenamtlichen Geschäftsführers, dem ÖVP-Nationalrat und Fraktionssprecher im Ibiza-Ausschuss, Andreas Hanger, politische Kritik der SPÖ offenkundig.

Als einzige SPÖ-Bürgermeisterin unter den sieben Kommunen zwischen Waidhofen/Ybbs und Göstling trug Manuela Zebenholzer aus Hollenstein Hangers Bestellung nicht mit. Sie musste den Beschluss ihres Gemeindevorstands vollziehen. Dennoch ist auch ihre Gemeinde fix in der GYG engagiert. Aufgrund des Aufholbedarfs beim Breitbandausbau im ländlichen Raum bräuchte es einen Geschäftsführer, „der integrativ auf alle Interessensvertreter wirken kann“, hatte Waidhofens SPÖ-Chef Armin Bahr die Bestellung Hangers kritisiert.

Konter

Hanger sieht sich dadurch nicht in der Arbeit gebremst. „Es ist sehr erfreulich, dass durch die gute und überparteiliche Zusammenarbeit der Ybbstal-Gemeinden eine Lösung beim Breitband-Ausbau erreicht werden konnte“, sagte er. Die SPÖ Waidhofen und Stadtparteivorsitzender Bahr hätten keinen Beitrag dazu geleistet, so Hanger. „Wenn die SPÖ Waidhofen einen bundespolitischen Streit ins Ybbstal hereintragen möchte, ist dies deren Entscheidung“, sagte er. Hanger betonte auch nachdrücklich, dass er die Geschäftsführerposition unentgeltlich ausübe.

Zum Projekt GYG wird von der Nögig darauf verwiesen, dass in der Pilotregion bereits 5.000 Haushalte mit Breitband versorgt wurden. Weil für die Region eine Bundesförderung bald verfallen wäre, wurde nun aufgrund des Zeitdrucks der Sonderweg mit den Gemeinden zum weiteren Ausbau gewählt. In der ersten Etappe wird die GYG 250 Kilometer Glasfaserleitung im Auftrag der Nögig als Generalunternehmer verlegen. In der zweiten Phase wird sich die interkommunale Gesellschaft dann die Bundesfördermittel selbst abholen und weitere 150 Kilometer Brentbandkabel verlegen.

 

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