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Chronik Niederösterreich
12/17/2021

Parken in Schwechat: Gebührenpflicht wird auf gesamte Stadt ausgeweitet

Gemeinderat beschloss „grüne Zone“ ab März 2022 mit günstigeren Tarifen. Ausnahmebewilligungen behalten ihre Gültigkeit.

von Stefan Jedlicka

In Baden sorgt die flächendeckende Ausdehnung der Gebührenpflicht für emotionale Diskussionen. Schwechat will dem Vorbild dennoch folgen und ab kommendem Jahr ebenfalls zusätzlich zur bestehenden blauen Kurzparkzone auch eine „grüne Zone“ einführen.

Dies beschloss der Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ, NEOS und GfS (Gemeinsam für Schwechat). Während in der blauen Zone 30 Minuten 80 Cent kosten und maximal 120 Minuten geparkt werden darf, beträgt die Gebühr in der grünen Zone 50 Cent pro 30 Minuten. Um 6 Euro gibt es ein Tagesticket, um 95 Euro kann jeder Schwechater eine Jahreskarte erwerben. Die bisherigen Ausnahmebewilligungen für Anrainer gelten auch in grünen Zonen.

Einnahmen für Öffi-Ausbau

Bezahlt wird per Handy oder Parkscheinen zum Ausfüllen, die jedenfalls im Rathaus, im Freizeitzentrum und in der Bücherei erhältlich sein sollen. An weiteren Verkaufsstellen werde gearbeitet, verspricht Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ). Sie meint: „Wir sind davon überzeugt, dass wir nicht auf das Parkpickerl in Wien warten können. Überschüsse aus der Parkraumüberwachung kommen verpflichtend dem Öffi-Ausbau und den Radwegen zugute.“

Übrigens: Wer mit der App „Handy-Parken“ sein Ticket in Schwechat löst, für den übernimmt die Stadtgemeinde den vom Netzbetreiber verrechneten Betrag von 18 Cent pro Buchung. Der Beschluss dazu soll im Februar folgen.s. jedlicka

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