Kampf um Raijet-Verbindungen hat sich für NÖ gelohnt

© ÖBB/Robert Deopito

Winterfahrplan
11/13/2020

ÖBB hat sechs vorerst eingesparte Railjets wieder im Fahrplan

Verkehrsministerium unterstützt den weiteren Betrieb von sechs vakanten schnellen Zugverbindungen

von Wolfgang Atzenhofer

St. Pölten. Noch bei der Präsentation des neuen Winterfahrplans der Bahn für Niederösterreich am Mittwoch herrschte Unklarheit über die Zukunft von sechs Railjet-Verbindungen, die von den ÖBB eingespart werden sollten. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die überregionalen Züge nun doch nicht gestrichen werden.

Fünf bereits bestehende und ein geplanter neuer Railjet-Zug, die zwischen Wien und Salzburg, Wels und Wien oder auch zwischen dem Flughafen Schwechat und Linz verkehren sollen, waren von dem Einsparungsplan betroffen. Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) übte noch am Mittwoch an der möglichen Einstellung harsche Kritik, die nicht ungehört geblieben sein dürfte. „Unser Druck hat Wirkung gezeigt. Mit der Notvergabe durch das Verkehrsministerium gibt es eine positive Lösung für die betroffenen Verbindungen“, berichtete Schleritzko am Donnerstag.

Taktknotenpunkte

„Für Niederösterreich hätte das Streichen der Verbindungen weniger Angebot, schlechtere Anbindung und funktionslose Taktknotenpunkte bedeutet. Wir hätten für die Umsetzung derartiger Pläne absolut kein Verständnis gehabt und sind froh, dass die Verantwortlichen im Bund eingelenkt haben“, sagte Schleritzko.

Tatsächlich hätte der mit 1,1 Millionen zusätzlichen Zug-Kilometern von den ÖBB aufgefettete neue Fahrplan etliche Schrammen davongetragen, wenn die Railjets ausgefallen wären. An der Westbahn wären Anschlusszüge in den Taktknotenpunkten St. Pölten, Amstetten und St. Valentin zu den bestimmten Zeiten unbedient geblieben.

Auch in Oberösterreich war das zuerst geplante Minus bei den Railjets massiv kritisiert worden.

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