LH Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf stellen "Solarkraftwerk NÖ" vor

© NLK Filzwieser

Chronik Niederösterreich
10/13/2020

NÖ: Landesweite Bürgerbeteiligung bei Fotovoltaik-Ausbau gestartet

Mit Anteilen im Wert von 900 Euro können sich Niederösterreicher beim Bau von Sonnenstromanlagen beteiligen.

von Wolfgang Atzenhofer

„Diese Bürgerbeteiligung wird europaweit Vorbildwirkung haben.“

Davon ist Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation eines neuen landesweiten Finanzierungsmodells, dass die Niederösterreicher beim Ausbau von Fotovoltaik-Anlagen beteiligt, überzeugt.

Auf 150 landeseigenen Gebäuden sollen bis 2024 Fotovoltaik-Paneele mit einem Investitionswert von 46 Millionen Euro installiert werden. Die Bürger können gegen die fixe Rendite von 1,75 Prozent dafür Anteile im Wert von jeweils 900 Euro kaufen.

Energie aus PV-Anlagen bis 2023 verzehnfachen 

Mit den durch die PV-Anlagen erzeugten 20 Megawatt Strom soll im Land die NÖ Klimastrategie unterstützt werden, betonten Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf. Bis 2030 soll die Energie aus PV-Anlagen ja verzehnfacht werden.

NÖ sei im Bereich erneuerbarer Energie vorbildhaft, seit fünf Jahren können 100 Prozent des Strombedarfs über Wind- und Wasserkraft, sowie aus Biomasse und aus der Kraft der Sonne gedeckt werden, erklärte Pernkopf. Man wolle die Bevölkerung dazu einladen ihren Fußabdruck im Zuge Energiewandels zu hinterlassen, so Mikl-Leitner.

Als Beispiel für diese europaweit einzigartige Bürgerbeteiligung dienten Modelle, die es mittlerweile in 70 nö. Gemeinden im Bereich der Fotovoltaik-Anlagen gibt. Pernkopf: „Diese Projekte waren alle sofort ausverkauft“. Pro Interessent können maximal fünf Anteile am „Sonnenkraftwerk NÖ“ gezeichnet werden. Auf der Homepage www.sonnenkraftwerk-noe.at ist es ab sofort möglich sich für die Teilnahme zu registrieren. 

Start 2020 

Ab Mitte November werden die Interessenten dann verständigt,  wie die ersten Anteile gezeichnet werden können. Das einbezahlte Geld wird verzinst in jährlichen Raten am 3. Mai, dem „Internationalen Tag der Sonne“, zurückgezahlt. Wer also fünf Anteile zu jeweils 900 Euro erwirbt, zahlt eine Summe von 4.500 Euro ein. Zehnmal werden dann jährlich 494 Euro ausbezahlt.

Im kommenden Jahr sollen die ersten 28 PV-Anlagen errichtet werden. Begonnen wird im Landhausviertel in St. Pölten mit dem Festspielhaus und dem Landesmuseum. Die Dächer von Landeskliniken, Pflegeheimen, landeseigenen Schulen oder Amtsgebäuden in allen Bezirken sollen in der Folge genutzt werden. Informationen zum Projekt gibt es auch unter 02742/ 340 00.

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