Niederösterreichs Gastro-Szene lebt trotz des Wirtesterbens

Essen im Gasthaus (Symbolbild)
Es gibt weniger klassische Landgasthöfe, dafür mehr Restaurants. Grüner Veltliner ist international gefragt, Naturwein holt auf.

Wachauer Marillenknödel, Marchfelder Spargel, Waldviertler Karpfen in Mohnpanier, Mostbratl oder Reh mit Elsbeeren aus dem Wienerwald. So ein Blick in die niederösterreichischen Speisekarten erhöht den Speichelfluss. Doch wie steht es um die Gastronomie selbst? Das viel zitierte Wirtshaussterben, gerade auf dem Land, ist tatsächlich ein Problem, es werfen immer noch viele das Geschirrtuch und sperren zu. Hohe Energiekosten, der gestiegene Wareneinsatz und der Mitarbeitermangel sind laut Branchenvertreter die Hauptgründe.

Aktuell gibt es rund 2.400 Gastrobetriebe. Früher waren es mehr, pro Monat  machten in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt vier zu.  Wenn das Gasthaus wegstirbt, versiegt oft auch viel Leben in Gemeinden, zumindest aber ein gewisser Informationsfluss. Aber mitunter ist es  auch der Strukturwandel  in Orten – Stichwort Schlafstädte –, der  Betriebe nicht überleben lässt. "Die Gründe sind nicht nur bei Wirtsleuten zu suchen", meint Mario Pulker, der Fachgruppenobmann Gastronomie der Wirtschaftskammer.

"Aber wo ein Wirtshaus am Land schließt, macht ein Restaurant auf“, sieht er keinen Grund, nur schwarzzumalen.

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