© Johannes Meier

Chronik Niederösterreich
01/15/2021

Neue Ausstellungen in Niederösterreich: „I wer’ narrisch!“

Ein Jahrhundert Sportgeschichte in St. Pölten, Egon Schiele in Tulln und „Verträumt“ im Museum Gugging.

von Marlene Penz

Die Niederösterreichischen Museen sind in den Endvorbereitungen für den Start neuer Ausstellungen. So etwa das Museum Niederösterreich in St. Pölten. Das Haus der Geschichte präsentiert ab 14. März bis 9. Jänner 2022 „I wer„ narrisch! Das Jahrhundert des Sports“, während im Haus für Natur von 10. Oktober bis 12. Februar 2023 die „Wildnis Stadt“ einzieht. „Nach der Ausstellung über Adolf Hitler nehmen wir nun eine scharfe Kurve in Richtung Freizeitgeschichte. Es geht uns um die Wechselwirkung zwischen Sport und Gesellschaft in den letzten 100 Jahren“, erläutert Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte die Zielsetzung. Politik, Medien und Wirtschaft spielen eine große Rolle.

Es wird auch einen Blick hinter die Kulissen des Sportbetriebs geben: „Was steckt hinter großen Leistungen, was macht die Faszination aus?“, ergänzt der Historiker Bernhard Hachleitner, der die Ausstellung gemeinsam mit dem Team des Hauses kuratiert. Die in Kooperation mit dem Sport Land Niederösterreich umgesetzte Schau lädt die Besucher zudem ein, selbst aktiv zu werden.

In Bezug auf die Ausstellung „Wildnis Stadt“ hält Ronald Lintner, wissenschaftlicher Leiter des Hauses für Natur und Kurator der Ausstellung, fest: „Viele vermuten die Wildnis nicht in der Stadt. Tatsächlich aber sind die Städte in Mitteleuropa artenreiche Lebensräume. Auf kleinster Fläche können sich hier unterschiedlichste Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen ergeben.“

Verträumte Kunst

Das Museum Gugging hat für das heurige Jahr drei neue Ausstellungen unter dem Motto „Verträumt, aber nicht naiv“ angekündigt. „Eine ganz wesentliche Aufgabe für uns als Museum ist es, Fragen zu stellen“, teilte Johann Feilacher, der künstlerische Leiter, in einer Aussendung mit. Neben Werken von Oswald Tschirtner und August Walla werden auch Arbeiten von Ida Buchmann und Johann Fischer zu sehen sein. Den Auftakt macht am 28. Jänner im Art Brut Center in Maria Gugging die Schau „naiv.? naive kunst aus der sammlung infeld“. Bis 5. September sollen 120 Werke von 31 internationalen Kunstschaffenden aus der Sammlung des Musiksaitenherstellers Peter Infeld ausgestellt werden.

Als zweite neue Ausstellung löst „gugging.! classic & contemporary“ am 6. Mai die Schau „gehirngefühl.! kunst aus gugging von 1970 bis zur gegenwart“ mit Werken von Künstlern aus Maria Gugging ab. Neben Arbeiten von Tschirtner und Walla sollen die Kreationen von Katharina Muss und Laila Bachtair, die aktuell im Haus der Künstler leben, präsentiert werden.

Unter „vizualized dreams.! wunschträume brut“ wird von 7. Oktober bis 23. März 2022 der Fokus auf Arbeiten von Buchmann und Fischer gelegt.

Im Egon Schiele Museum in Tulln wird von 27. März bis 7. November wieder zu einer Reise durch das Leben des Ausnahmekünstlers eingeladen. Neben sechs audiovisuellen Lebensstationen mit den Originalstimmen seiner Schwestern Melanie und Gerti Schiele sowie seiner Schwägerin Adele Harms zeigt die sogenannte „Schatzkammer“ rund ein Dutzend Originalwerke aus seiner Frühzeit. Das Thema diesmal: „Familie, Freunde, Wegbegleiter“.

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