© Forsteralm BetriebsGmbH

Chronik Niederösterreich
07/15/2020

Nach Pleite: Skigebiet Forsteralm vor dem Aus gerettet

Finanzspritze des Landes OÖ ermöglicht Fortbestand des Familienskigebiets im Grenzgebiet zwischen Ober- und Niederösterreich.

von Wolfgang Atzenhofer

Der nächste Winter kommt bestimmt. Und dann werden sich auch im Skigebiet Forsteralm an der oberösterreichisch-niederösterreichischen Grenze wieder die Lifte drehen. Nachdem die Betriebsgesellschaft nach dem milden und schneearmen vergangenen Winter im Frühjahr in die Pleite geschlittert war, wurde am Dienstag der Fortbestand der Forsteralm gesichert. Eine Finanzspritze des Landes OÖ ermöglichte den positiven Abschluss des Sanierungsverfahrens.

Gemeindeverband

Drehscheibe für die neuerliche Rettung des Skigebiets bei Gaflenz im Bezirk Steyr-Land ist die interkommunale Gesellschaft „Ennstal-Ybbstal Infrastruktur Gmbh“. Mit dem  grenzüberschreitenden Zusammenschluss von acht Gemeinden im Ennstal (OÖ) und im Ybbstal (NÖ) wurde die Liftinfrastruktur 2016 vom Unternehmer und Gründer des Skigebiets Franz Forster erstanden. Damit war die Basis geschaffen worden das Familienskigebiet am Leben zu halten.

Die „Ennstal-Ybbstal GmbH“, die von den beiden ÖVP-Nationalräten Johann Singer und Andreas Hanger ehrenamtlich geführt wird, hat nun die Anlagevermögen, in die die privaten Betreiber in den vergangenen drei Jahren investiert haben, übernommen. Das Land OÖ steuerte die nötigen Mittel dazu bei. Erlöse aus drei erfolgreichen Saisonen waren von den Betreibern in eine Flutlichtanlage und in die Lifte geflossen. Reserven gab es deshalb nach dem desaströsen Winter nicht.

Gläubigerquote

„Mit dieser Übernahme kann die Gläubigerquote bedient werden und der Liftbetrieb ist gesichert“, erklärten Singer und der Gaflenzer Bürgermeister Günther Kellnreiter am Dienstag.
Aber auch auf bei den nö. Partnern ist man erleichtert. „Die Forsteralm ist gerade für die Ybbstaler Gemeinden ein sehr wichtiges Skigebiet. Wir möchten uns herzlich beim Land Oberösterreich für das Engagement und den Schulterschluss bedanken“, sagten Eisenstraßen-Obmann Hanger und Bürgermeister Werner Krammer als Kleinregionssprecher und Bürgermeister von Waidhofen an der Ybbs.

Wie hoch der von Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) zugesagte Zuschuss ist, war vorerst nicht bekannt. Über die von der Insolvenz nicht betroffene „Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH“ wurden ab 2016 auf Basis einer für das Skigebiet erstellten Klimastudie 1,6 Millionen Euro investiert.

Wie der künftige Winterbetrieb organisiert wird, ist noch offen.  Eine Betriebsstruktur wird in den nächsten Wochen entwickelt, hieß es.

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