Musiker und Kabarettist Otto Jaus tauscht Bühne gegen Küche

Musiker und Kabarettist Otto Jaus tauscht Bühne gegen Küche
In Achau kochte der Musiker mit Menschen mit Beeinträchtigung.

Ziemlich sicher ist es nicht das erste Mal, dass der Musiker und Kabarettist Otto Jaus in der Küche steht. Immerhin erscheint in Kürze gemeinsam mit seiner Mutter Elisabeth sogar ein eigenes Kochbuch. Aber sein Koch-Nachmittag in Achau (Bezirk Mödling) war dann doch etwas ganz Spezielles für den Musiker.

Gemeinsam mit den „Festlmachern“ wurde vergangenen Sonntag eine Event-Reihe fortgesetzt, die vor der Pandemie, im Februar 2020, ihren Anfang nahm.

Mittlerweile ist aus den „Festlmachern“ ein offizieller Verein geworden. Obmann Gerald Pitsch: „Unser Ziel ist, Menschen mit besonderen Bedürfnissen Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln, um Tätigkeiten des Alltags besser bewältigen zu können. Dies bezieht sich insbesondere auf die Zubereitung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Gutes Essen ist eine Basis für ein kurzweiliges und unterhaltsames Erlebnis.“

Stargäste schwingen Kochlöffel

Und für diese Koch-Events holen sich die „Festlmacher“ künftig immer wieder Stargäste hinzu. Den Anfang machte vergangenes Wochenende eben Otto Jaus gemeinsam mit Mutter Elisabeth. Ob sie teilnehmen, stand nicht lange zur Diskussion: „Man lernt extrem viel von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Darum haben meine Mama und ich nach der Einladung auch gleich gesagt: ’Da fahren wir hin’.“

Musiker und Kabarettist Otto Jaus tauscht Bühne gegen Küche

"Die Festlmacher" gemeinsam mit Otto Jaus und Mutter Elisabeth.

Etwa 30 Teilnehmer kochten mit dem Musiker österreichische Hausmannskost wie Schinkenröllchen, Grenadiermarsch und Scheiterhaufen. „Es war beeindruckend, mit welcher Freude und Genauigkeit alle bei der Sache waren. Der ganze Tag war wirklich schön und ich komme jederzeit gerne wieder“, verspricht Jaus.

Musiker und Kabarettist Otto Jaus tauscht Bühne gegen Küche

Florian Paulitschke sorgte dafür, dass alle Teilnehmer versorgt sind.

Teilnehmer Florian Paulitschke, von allen im Verein liebevoll „Flotschi“ genannt, war auch bei der ersten Auflage vor über zwei Jahren mit dabei. Er fasst den Sinn  des Projekts wohl am besten zusammen: „Ich freue mich, dass ihr alle meine Freunde geworden seid“ 

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