Hartmut Märtins und Gerhard Loibelsberger mit dem druckfrischen Werk

© Ueberreuter Verlag

Chronik Niederösterreich
10/15/2021

Mörderisch gute Rezepte der Alt-Wiener Küche

Krimibuch-Autor Gerhard Loibelsberger und die Wiener Neustädter Koch-Legende Harti Märtins mit neuem 144-Seiten-Werk.

von Patrick Wammerl

Wenn ein begnadeter Krimi-Autor und ein Vollblut-Koch zusammen ein Projekt starten, entsteht etwas „mörderisch Gutes“. So verheißt es zumindest der Titel des neuen Werkes von Gerhard Loibelsberger und Hartmut Märtins.

„Inspector Nechybas mörderisch gute Rezepte“ ist ein Potpourri aus spannend erzählten Jugendstilkrimis gepaart mit den besten Rezepten der Alt-Wiener-Küche. Hauptdarsteller dieses literarischen Experiments ist Joseph Maria Nechyba – ein von Autor Gerhard Loibelsberger (64) erfundener Kult-Ermittler im alten Wien. Er hat sich bereits mit Genuss durch sechs Jugendstilkrimis gegessen und getrunken. Sechs neue Kurzgeschichten, gepaart mit den 50 besten Rezepten der Alt-Wiener Küche sind nun in dem neuen Buch zusammengefasst.

Bocuse von Wiener Neustadt

Dabei benötigte der erfolgreiche Wiener Krimi-Autor fachliche Unterstützung, die er vom „Paul Bocuse von Wiener Neustadt“ erfahren hat. Hartmut Märtins ist legendärer Kochlehrer aus dem südlichen Niederösterreich. In der Gastgewerbeschule in Waldegg hat er am Herd erfolgreichen Sterne- und Hauben-Köchen wie Gerald Jeitler, Helmut Österreicher, Joachim Gradwohl oder Oliver Wiegand das Grundgerüst ihrer Karriere beigebracht. Eigentlich könnte er es sich gut gehen lassen, doch von Ruhestand ist selbst mit 76 bei Märtins keine Rede. Er unterstützt Spitzenköche bei Events, richtet kulinarische Feste bei Anlässen aus und verwöhnt Freunde hie und da als Private-Cook.

Genussmensch

Vom Projekt des Buches war er sofort angetan und stand dem Autor bei jeder Sachfrage zur Seite. Der Kult-Ermittler aus Loibelsberger Romanen ist mit Leib und Seele ein Genussmensch. Daraus entstand die Idee, ihm ein Kochbuch zu widmen. Nechybas Lieblingsrezepte bieten traditionell einfache Gerichte wie Panadelsuppe, klassische Hausmannskost wie Dukatenschnitzerl und Köstlichkeiten der gehobenen Küche wie Hühner-Poupeton im Reismantel.

Da einem bereits beim Lesen des neuen Werkes das Wasser im Munde zusammen läuft, wurden 50 ausgewählte Speisen zum Nachkochen in Form von Rezepten detailliert beschrieben. Dabei finden sich auch Gustostückerln der Wiener Fleischküche, fast vergessene Innereigerichte oder süße Verführungen wie Powidltascherl. Märtins versuchte, die Rezepte der damaligen Zeit neu zu interpretieren.

Das Ergebnis dieses unterhaltsamen und appetitlichen Projekts bekommen Gäste bei der Buchpräsentation & Dinnerlesung am 21. Oktober ab 19 Uhr im Gasthaus Halbwax in Lichtenwörth (Bezirk Wiener Neustadt) serviert. „Inspector Nechybas mörderisch gute Rezepte“ (Ueberreuter Verlag, 144 Seiten) gibt es für 22 Euro im Fachhandel.

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