Ein Teil der alten Lok-Remise wird abgerissen, um für das neue Eco-Center Platz zu schaffen

© Atzenhofer Wolfgang

Amstetten
02/15/2021

Land kauft sich in Lok-Remise ein: Platz für junge Firmen

Leuchtturmprojekt für Amstettener für Bahnhofsareal, Ecoplus investiert neun Millionen Euro

von Wolfgang Atzenhofer

Bei der Umwandlung des zehn Hektar großen Bahnhofsareals, das mitten in Amstetten zu einem Wohn- und Wirtschaftspark wird, steigt nun auch das Land Niederösterreich über die Ecoplus, der landeseigenen Wirtschaftsagentur, als Bauherr ein. Bis zu neun Millionen Euro werde man in die Errichtung eines „Ecocenters“ am Gelände der historischen Lok-Remise investieren, kündigte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) am Montag an.

Werkstätten, Gewerbeflächen und Büros wird die Ecoplus auf dem 9.500 m² großen Remisen-Grund, den man von den ÖBB gekauft hat, errichten. Damit starte man eines der größten Entwicklungsprojekte für einen Wirtschaftsraum in NÖ, kündigte Danninger an. Die Region Amstetten gehöre aufgrund ihres wirtschaftlichen Fundaments zu den attraktivsten Wirtschaftsregionen der Republik. „Hier wird es gelingen, schneller aus der Krise zu kommen, als in anderen Gegenden Österreichs“, sagte Danninger bei der Präsentation in der Remise. Die dort geplante feierliche Vertragsunterzeichnung mit ÖBB-Vorständin Silvia Angelo konnte Corona-bedingt nur formal abgewickelt werden.

Rund zwei Drittel der Lok-Werkstatt werden noch im heurigen ersten Halbjahr abgerissen. In Modulbauweise wird dann nach der Planungszeit ab 2022 das Ecocenter errichtet. Dort sollen sich dann junge innovative Firmen unter der Obhut der Ecoplus einmieten. Man werde die Erfahrungen aus bestehenden Wirtschaftsparks in peripheren Lagen, wie in Wiener Neudorf oder Wolkersdorf hier gut nutzen können, so Danninger.

Premiere

Amstetten stelle aber als innerstädtisches Projekt eine Premiere für die Ecoplus dar. Bei der Planung des Objekts werde man auf die optische Abstimmung mit dem Rest der Remise achten, kündigten auch Ecoplus-Aufsichtsrätin Michaela Hinterholzer und Geschäftsführer Helmut Miernicki an.

Die Halle 3 der Remise und die restlichen acht Hektar im Bahnhofsquartier werden die Stadt Amstetten und 13 Umlandgemeinden als interkommunale „Wirtschaftsraum Amstetten GmbH“ (WRA) für Firmenansiedlungen und modernen Wohnbau nutzen. Wie berichtet, haben die Gemeinden das Areal Ende 2020 von den ÖBB gekauft. Das Ecocenter sei ein Leuchtturmprojekt für die Quartierentwicklung, bekundete Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). Besonders wertvoll sei auch, dass die Ecoplus bei der Umsetzung eines Masterplans mitarbeite und den künftigen Manager und Geschäftsführer, der noch engagiert werden muss, mitfinanziere, so Haberhauer. Weiterhin Platz soll es auch für die in den letzten Jahren in der Remise gewachsene Start-up- und Event-Szene geben.

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