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Chronik Niederösterreich Krems
01/02/2021

Das nehmen sich die Kremser fürs neue Jahr vor

Für die meisten war 2020 ein besonders belastendes Jahr. Doch die Kremserinnen und Kremser blicken optimistisch in die Zukunft.

von Teresa Sturm

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Gesünder leben, öfter die Oma anrufen oder endlich keine unangenehmen Aufgaben mehr aufschieben? Es gibt die unterschiedlichsten Vorsätze fürs neue Jahr. Vor allem für 2021, wo alle hoffen, dass die Corona-Beschränkungen nicht mehr gebraucht werden, man sich wieder in die Arme fallen darf und das gesellschaftliche Leben einen Aufschwung erlebt. Einige Kremserinnen und Kremser haben uns erzählt, was sie sich für die Zukunft wünschen.

So hofft etwa Bürgermeister Reinhard Resch für die Stadt und den Bezirk, dass die Wirtschaft sich erholen kann. Zudem wünscht er sich, dass "Gesellschaft und Politik aus der Pandemie die richtigen Schlüsse ziehen und ein nachhaltiges Wirtschaftssystem implementieren und mit höchster Priorität wirkungsvolle Maßnahmen für das Überleben der Menschheit, der Natur, für menschenwürdige Lebensbedingungen setzen".

Persönlich nimmt er sich vor, 2021 gesünder zu leben und weniger Fleisch zu essen: "Heuer waren es die ersten veganen Weihnachten für mich und köstlich."

Für Brigit Diglas, Stationsleiterin der klinischen Abteilung für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Krems, ist der momentane Arbeitsalltag noch herausfordernder als er bisher schon war: "Die tägliche Arbeit mit Corona-Patient*innen seit Beginn der Pandemie und die teilweise schweren Krankheitsverläufe stellen für meine Kolleg*innen und mich eine große emotionale Belastung dar." Daher freue sie sich schon darauf nach Corona wieder in ihrer gewohnten Fachexpertise arbeiten zu können.

"Abgesehen davon bin ich froh, meine Freundinnen und Freunde zu einem gemütlichen Essen wiederzusehen und Geburtstage, Feste und Veranstaltungen unbeschwert und glücklich zu feiern", sagt Diglas hoffnungsvoll.

Gastronom Harald Schindlegger, der in Krems unter dem Namen "Harry's Gastrotainment" mehrere Lokale führt, freut sich am meisten darauf, wieder Menschen in den Arm nehmen zu dürfen. "Es ist dieser körperliche Kontakt, den ich schon sehr vermisse. Das Zusammensitzen in größerer Runde ist etwas, das wir in meinem Freundeskreis gerne zelebrieren und das wir alle schon herbeisehnen", sagt Schindlegger. Auch seine Mitarbeiter würden es nicht mehr erwarten können, endlich wieder Gäste zu bedienen.

Marlene Nutz von der Bewegung Fridays for Future Krems hofft wiederum, dass "die Gesellschaft und vor allem die Politik die Chance nutzt, die Wirtschaft auf eine nachhaltige Weise wieder hochzufahren, für den Planeten und die Menschheit".

Die Initiative wünsche sich ein Mobilitätskonzept, das dem nicht-motorisierten Individualverkehr und dem öffentlichen Verkehr mehr Bedeutung zuspricht als dem motorisierten und ein Grünraumkonzept. "Wir hoffen außerdem, dass wir weiterhin in konstruktivem Kontakt mit der Stadt Krems bleiben, sodass gemeinsam rasch Lösungen umgesetzt werden."

Die Autorin Katharina Grabner-Hayden hat das Ausnahmejahr 2020 dazu genutzt, das Buch „Endlich Ruhe“ zu schreiben. Es handelt vom Tod und seinen Begleiterscheinungen. Ihr Vorsätze haben etwas mit einem kleinen Plastikschwein zu tun.

"Beim Aufräumen fiel mir ein kleines grunzendes Plastikschwein in die Hände. Meine Söhne hatten es mit der „charmanten Absicht“ in den Kühlschrank gelegt, mich an meine guten Vorsätze zu erinnern: gesünder leben", sagt die Kremserin gegenüber dem KURIER.

Für 2021 habe sie sich vorgenommen mutig zu sein und noch mehr zu lachen. "Mut und Vertrauen wünsche ich mir im Übrigen für unser Land, auch weiterhin Solidarität und Hilfsbereitschaft jenen Menschen entgegenzubringen, die durch Krieg oder Vertreibung nicht in der Lage sind, sich eine würdevolle Existenz zu schaffen", sagt Grabner-Hayden. Sie freue sich schon wieder auf ihr geliebtes Publikum und habe sich das kleine grunzende Plastikschwein als Zeichen dafür auf ihren Arbeitstisch gestellt.

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