© Roland Baumgartner (2)

Chronik Niederösterreich
03/08/2022

Komposition aus dem Weinviertel: Kaiserin Sisi in der Bulgarischen Staatsoper

Roland Baumgartners Werk wird am 18. und 19. März in der Oper Stara Zagora aufgeführt.

von Anna Perazzolo

Mehr als dreißig Jahre lang beschäftigt sich der niederösterreichische Komponist Roland Baumgartner nun schon mit einer besonderen historischen Figur: Kaiserin Elisabeth von Österreich. Bereits 1991 widmete er ihr ein Musical, das unter dem Titel „Sissi & Romy“ bei den Mörbischer Festspielen aufgeführt wurde. Mit geändertem Titel folgten Anfang der 2000er Aufführungen in Bad Ischl, München und im Wiener Ronacher.

Im März soll das Stück unter dem Namen „Sisi – Die Seele einer Kaiserin“ als Oper in der bulgarischen Staatsoper Stara Zagora über die Bühne gehen.

Konkret handelt es sich dabei um eine Musical-Oper, erklärt der Komponist. „Es sind Musical-Melodien in einem Opernkleid, mit opernhafter Instrumentation und Opernstimme.“

In dem neoromantischen Stück dürfe man sich auf 3-D-Projektionen und 280 eigens angefertigte Kostüme freuen. Außerdem biete Bulgarien „eine gute Gesangskultur mit einem großen Reservoir an Stimmen“, so Baumgartner. Warum sich der in Untermarkersdorf (Bezirk Hollabrunn) lebende Komponisten immer wieder mit Sisi beschäftigt, erklärt er damit, dass sie immer wieder aktuell sei. „Die Frau war sehr emanzipiert, und egal, ob wegen ihrer Tagebücher oder ihres sozialen Engagements, man kann sich auch heute noch etwas von ihr abschauen“, so Baumgartner.

Die Seele treffen

Die Uraufführung von „Sisi – Die Seele einer Kaiserin“ fand ebenfalls in Bulgarien statt. „Das war noch bevor es europaweit still um die Kultur wurde.“ Nun sei Baumgartner aber voller Hoffnung, dass die Aufführungen am 18. und 19. März auch tatsächlich über die Bühne gehen können. Warum genau die Bulgaren auf den Geschmack seiner Werke gekommen seien, wisse er nicht. „Vielleicht treffe ich die Seele dieser Menschen“. Aufgeführt werde das Stück in Originalsprache, also auf Deutsch.

Ob die Musical-Oper zukünftig auch in Österreich aufgeführt werde, sei noch ungewiss. „Es ist ein urösterreichisches Thema, weshalb wir Vertreter der österreichischen Kulturszene nach Bulgarien eingeladen haben.“ Konkret geplant sei für Österreich bisher aber noch nichts.

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