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Chronik Niederösterreich
03/23/2021

Kommunale Unterstützung für Tierheim Brunn

Gemeindevertreter versprechen Unterstützung. Landesrat Waldhäusl lehnt zusätzliche Mittel für finanzschwache Einrichtung ab.

von Marlene Penz

Nachdem sich die Pacht für das Tierheim Brunn im Bezirk Mödling seit Jahresbeginn mehr als verdreifach hat, wird es zunehmend eng für den Betreiberverein. (Der KURIER hat berichtet.)

Spendenaufrufe und Rundschreiben an politische Verantwortliche später, bekommt Leiterin Beatrice Schneider, der auch schon Unterstützung seitens der Gemeinde Brunn am Gebirge zugesagt wurde, unter anderem Schützenhilfe von Perchtoldsdorfs Bürgermeister und Landtagsabgeordnetem Martin Schuster (ÖVP). „Ich möchte auf jeden Fall, dass die Einrichtung weiterbesteht“, sagt er nach einem Besuch beim Tierheim und Gnadenhof am Wochenende zum KURIER. Er werde auch versuchen, die anderen 31 Gemeinden, für die das Tierheim „Tiere in Notsituationen aufnimmt“, mit ins Boot zu holen. „Es geht darum, eine langfristige Lösung zu finden – das kann auch ein anderer Standort sein“, betont Schuster.

Auch beim Land Niederösterreich und dem für Tierschutz zuständigen Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) möchte er deswegen vorstellig werden. „Vielleicht kann man die Förderungen kurzfristig erhöhen“, meint Schuster und zeigt sich optimistisch, bei Waldhäusl auf offene Ohren zu stoßen.

Versorgung gewährleistet

Der hingegen schließt auf Nachfrage eine Anhebung der Fördermittel oder sonstige finanzielle Unterstützung für den Verein aus. Seit Längerem sei die Situation zwischen dem Verpächter (Tierschutz Austria) und dem Betreiberverein bekannt. „Ich habe immer wieder intervenierend und vermittelnd eingewirkt, sodass beide Parteien in zufriedenstellender Weise weiterarbeiten konnten. So konnte ich etwa im Vorjahr erreichen, dass die Pacht auf einen noch immer deutlich unter Marktwert liegenden Preis für 2020 festgelegt wurde“, betont Waldhäusl.

Aber bereits damals sei die Erhöhung von beiden Parteien für 2021 vereinbart worden – in der Zinshöhe sehe er ein merkliches Entgegenkommen des Verpächters. „Die wirtschaftliche Verantwortung für die Zukunft des Tierheimes Brunn liegt bei Obfrau Beatrice Schneider und ihrem Vorstand“, so der Landesrat.

Dass umliegende Gemeinden unterstützend eingreifen, sei „begrüßenswert“. Sollte das Tierheim Brunn in dieser Form nicht mehr weiterbestehen können, betont er: „Die Zukunft der Tiere ist aber auf jeden Fall gesichert und die Versorgung der Region ist durch umliegende Tierheime gewährleistet.“

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