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Chronik Niederösterreich
03/16/2021

Inzidenz-Warnsystem kommt: Bezirk Wr. Neustadt entgeht Ausreisetests

Land NÖ will schon bei 7-Tages-Inzidenz von 300 regionale Maßnahmen setzen. Die Gemeinden sind gefordert.

von Patrick Wammerl, Sophie Seeböck

Die Stadt Wiener Neustadt hat die verpflichtenden Ausreisetests bereits seit Samstag, der 80.000 Einwohner starke Landbezirk Wiener Neustadt dürfte den Zwangsmaßnahmen gerade noch entronnen sein. Die 7-Tages-Inzidenz lag dort tagelang knapp über dem Grenzwert von 400, am Dienstag sank sie erstmals wieder auf 380. Was noch fehlt, ist die offizielle Entwarnung aus dem Gesundheitsministerium.

Nach einigen Krisensitzungen in der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt hieß es am Dienstag, dass die Infektionszahlen rückläufig sind. In einer Videokonferenz wurden die Bürgermeister der 35 Gemeinden des Bezirks Dienstagnachmittag über die aktuelle Lage informiert. Schon zuvor wurden sie angewiesen, ihre Testkapazitäten für den Notfall zu erhöhen. Einige Ortschefs stellen die Sinnhaftigkeit von Ausreisetests infrage. Der Bezirk erstreckt sich über 970 . In einigen Gemeinden ist das Infektionsgeschehen gleich null.

Frühwarnsystem mit regionalen Maßnahmen

Um noch früher auf regionale Entwicklungen zu reagieren, soll in Niederösterreich ein Frühwarnsystem kommen. Ab einer Inzidenz von 300 soll in Gemeinden oder Bezirken die Teststrategie verschärft werden, um gar nicht erst über die heikle 400er-Marke zu klettern, heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Details dazu sind noch in Ausarbeitung.

Im Hochinzidenzgebiet der Stadt Wiener Neustadt wurden von Samstag bis Dienstag mehr als 12.000 Personen im Zuge der Ausreisetests kontrolliert. Weniger als 140 hatten keinen negativen Coronatest dabei und wurden folglich zurückgewiesen. Die Polizei will ihr Einsatzkonzept so adaptieren, dass gern genommene Schleichwege genauer kontrolliert werden.

Ersatzzahlungen

Durch die Maßnahmen ist jedenfalls die Wirtschaft der Stadt schwer gebeutelt. Die Kundenfrequenz hat stark abgenommen. Nun gibt es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer für den Handel. Nach Gesprächen mit Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) und mit dem Finanzministerium teilte Bürgermeister Klaus Schneeberger mit, dass Händler nun Anspruch auf Ersatzzahlungen des Bundes hätten.

Kommt der Umsatz eines Geschäfts auf weniger als 40 Prozent im Vergleich zu 2019, kann laut dem Stadtchef angesucht werden. „Dieses Kriterium wird auf viele Händler der Stadt zutreffen“, so Schneeberger. Die Stadt wird sich mit einem Brief an alle Geschäftstreibenden wenden und darin Details dieser Lösung nennen.

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