Am 30. Jänner 2022 wird in Waidhofen ein neuer Gemeinderat gewählt

© Stadtgemeinde Waidhofen/Ybbs

Chronik Niederösterreich
11/12/2021

Impfskeptikerpartei MFG will bei Gemeinderatswahl antreten

MFG-Aktivisten sammeln in Waidhofen/Ybbs Unterstützungserklärungen, Spitzenkandidat steht noch nicht fest

von Wolfgang Atzenhofer

Waidhofen/Ybbs. Der Wahlkampf für die Gemeinderatswahl am 30. Jänner 2022 nimmt angesichts der Corona-Probleme nur sehr schleppend Fahrt auf. Mittlerweile ist aber klar, dass sich die Impfskeptikerpartei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) in der Statutarstadt um Mandate bemühen will. Derzeit sind Repräsentanten unterwegs, um die erforderlichen 80 Unterstützungsunterschriften zu ergattern, damit MFG zur Wahl antreten darf.

„Anfangs war es leicht, Unterschriften zu bekommen, aber wegen der aktuellen Situation wird es schwieriger“, erklärt Wolfgang Durst. Er hat sich am Magistrat als vorläufiger MFG-Zustellungsbevollmächtigter eintragen lassen. Bis 20. Dezember wollen er und Helfer die Unterschriften samt einer Sicherheitsreserve zusammenbekommen. Es sei schwierig, Leute in der Stadt anzutreffen, „deshalb werden wir wohl von Tür zu Tür gehen müssen“, erklärt der 45-jährige Beamte. Er selbst plane derzeit nicht, als Listenerster zu kandidieren. Es gelte abzuwarten, welche Personen Interesse zeigen, sagt Durst.

Bekannte aus Oberösterreich

Er selbst sei bisher nicht politisch aktiv gewesen. Im Zuge der vergangenen Monate sei er als „kritischer Mensch, der Dinge recherchiert und hinterfragt“ über oberösterreichische Bekannte mit den MFG-Positionen konfrontiert worden. In OÖ erreichte die MFG bei den Wahlen im September auf Anhieb drei Landtagsmandate und schaffte den Einzug in 27 Gemeinderäte.

Die Position, für Freiheit und Grundrechte einzutreten soll auch in der Waidhofener Regionalpolitik etabliert werden, wünscht sich Durst. Im Wahlkampf wolle man aber mit „null Hetze“ auftreten. „Es darf nicht noch mehr Spaltung geben, schließlich wollen wir alle in drei Jahren beim Stadtfest wieder friedliche nebeneinandersitzen können“, versichert der politische Quereinsteiger.

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