Chronik | Niederösterreich
28.12.2017

Hoffnung am Zauberberg

Der Lift kann voraussichtlich am 29. Dezember weiterfahren.

Schnee, der durchaus die Bezeichnung "gführig" verdient, gefüllte Gondeln und Parkplätze sowie Jauchzer von Rodelbahn und Zauber-Bar – am Donnerstag schien die Ski-Welt am Semmering-Hirschenkogel recht intakt. Doch über allem hängt die große Frage: Wie lange?

Denn das Skigebiet durfte die Gondelbahn nur dank einer Ausnahmeregelung – bis 28. Dezember befristet – betreiben. Ob der Betrieb heute, Freitag, fortgeführt werden kann, blieb bis zuletzt unklar. "Seitens des Seilbahnunternehmens wurden ein Betriebsleiter und ein Stellvertreter bekannt gegeben. Eine noch ausständige Unterlage wird dem Verkehrsministerium noch nachgereicht", sagt Waltraud Rumpl, Sprecherin des Verkehrsministeriums. Die Bestellung der Betriebsleiter erfolge daher erst am Freitag am Vormittag. Die Gondelbahn könne daher voraussichtlich am Freitag in Betrieb bleiben, ganz fix ist es aber eben erst am Vormittag.

Nachtpisten

Durch den neuen Betriebsleiter samt Stellvertreter wäre auch ein Nachtbetrieb wieder möglich. Bisher blieben die sechs Nachtpisten dunkel, weil zwei Betriebsleiter dafür erforderlich sind. Auf Facebook heißt es vonseiten des Zauberbergs, dass man hoffe, diese Woche noch mit dem Nachtbetrieb starten zu können. Wann der Vierersessellift in Betrieb genommen wird, ist noch unklar. Vom Land NÖ gebe es nichts, was gegen die Öffnung spricht. Laut der Panhans-Holding-Group gebe es derzeit zu wenig Schnee dafür .

Die ukrainischen Betreiber hatten, wie der KURIER berichtete, in den vergangenen Wochen mit Problemen zu kämpfen. Die Auflagen vom 20. Dezember sind laut Rumpl nun aber erfüllt.

"Den Zauberberg kennt man. Es wäre sehr schade, sollte man zusperren", sagen Andreas und Christina Gaber aus Götzendorf, die mit den beiden kleinen Töchtern Stefanie und Valerie einen Rodel-Tag genossen. "Wir haben in der Früh noch online nachgeschaut, ob die Pisten offen sind. Für Kinder ist das hier ideal. Wenn man das richtige Konzept hat, kann das doch nicht so schwierig sein".

Boris C. aus Wien war am Donnerstag mit Sohn Tristan am Zauberberg: "Auch um die Hotels ist es sehr schade. Sollte das Skigebiet schließen, wäre das eine Tragödie. Schließlich finden hier sogar Weltcup-Rennen statt."