Chronik | Niederösterreich
23.12.2017

Zauberberg: Nach den Feiertagen droht Zwangspause

Wenn kein Betriebsleiter gefunden wird, schließt die Behörde am 29. Dezember das Skigebiet am Semmering.

Keine guten Nachrichten gibt es für den Wintertourismus im traditionsreichsten Skigebiet Niederösterreichs. Trotz bester Schneelage droht den Liftbetrieben am Zauberberg Hirschenkogel ausgerechnet zur stärksten Zeit des Jahres kommende Woche eine Zwangspause. Derzeit darf das Skigebiet am Semmering nur durch eine bis 28. Dezember befristete Ausnahmebewilligung die Gondelbahn betreiben, da ab diesem Zeitpunkt kein erforderlicher Betriebsleiter samt Stellvertreter mehr zur Verfügung steht. Wenn die ukrainischen Betreiber der Lifte bis zu dieser Frist keinen neuen Betriebsleiter finden, wird die Bahn am 29. Dezember behördlich abgeschaltet. Der Bescheid liegt dem KURIER vor.

Kein Flutlichtbetrieb

Wegen der bekannten Probleme hat die oberste Seilbahnbehörde des Verkehrsministeriums diese Woche eine unangekündigte Überprüfung im Skigebiet durchgeführt. Derzeit darf nur die Gondelbahn betrieben werden, der Vierer-Sessellift steht still. Auch der eigentliche Publikumsmagnet mit Europas stärkstem Nachtpistenangebot auf sechs beleuchteten Abfahrten darf nicht betrieben werden – dafür bedarf es eines weiteren Betriebsleiters.

Der bisher Verantwortliche verlässt Ende des Jahres den Betrieb. Laut dem Geschäftsführer des ukrainischen Eigentümers (Panhans-Holding-Group), Viktor Babushchak, könne man voraussichtlich erst im Jänner für Ersatz sorgen.

Ein Übernahmeangebot des Landes NÖ lehnen die Ukrainer bisher strikt ab. Wie sich am Semmering herum sprach, soll es in der Causa am Freitag erneut Gespräche gegeben haben. Für die Verhandlungen sei sogar der ukrainische Investor und Ex-Gouverneur von Odessa, Igor Palytsia, nach Österreich gereist.