Gondel-Stillstand: "Aus Angst die Türen aufgerissen"

Am Dienstag stand die Gondel eine Stunde lang still © Bild: KURIER/Markus Foschum

Skifahrer saßen eine Stunde in den Gondeln fest. Sie bekamen keine Informationen, was los ist.

Der Hirschenkogel am Semmering sorgt erneut für Aufregung. Am Dienstag saßen Skifahrer laut Augenzeugen während des Nachtbetriebs rund eine Stunde lang in der Gondelbahn fest. Die Bahn soll nach etwa 20 Minuten Stillstand ruckartig zehn Meter ins Tal gefahren und dann wieder gestanden sein.

Augenzeugen berichten, dass versucht wurde, mit einer Durchsage auf das technische Gebrechen hinzuweisen. Die Tonqualität der Lautsprecher sei jedoch so schlecht gewesen, dass nichts verstanden werden konnte. Ein paar Menschen hätten dann versucht, die Bergbahnen anzurufen. Da sei jedoch nur ein Tonband gelaufen und niemand habe abgehoben.

Geld zurück

Maximilian W. aus Puchberg am Schneeberg (Bezirk Neunkirchen) war einer jener, die in einer Gondel festsaßen. Er sagt: "Nach einer Stunde sind wir in Etappen zur Bergstation gekommen. Manche Leute in den Gondeln haben bereits aus Angst die Türen aufgerissen, um eventuell hinausspringen zu können." Und: "Es war beängstigend, als die Gondel plötzlich nach unten gerast ist." Später hat er das Geld für die Liftkarten erstattet bekommen. "Eigentlich schade, es waren traumhafte Bedingungen und toll präparierte Pisten."

Franz L., ein Mitarbeiter des Seewirtshauses, der den Stillstand mitverfolgte, sagt, der Lift sei noch am selben Abend repariert worden. "Am Mittwoch fuhr sie wieder ganz normal", sagt er.

Der Geschäftsführer der Panhans Holding Group, Viktor Babushchak, befindet sich gerade auf Geschäftsreise und wollte sich nicht dazu äußern.

( kurier.at , rieg ) Erstellt am 08.02.2018