Foltervorwürfe: Fähnriche waren 24 Stunden gefangen

Soldaten bei der Übung vor der Kulisse des Wiener Neustädter Dom
Staatsanwalt ermittelt nach Übung der Militärakademie. 2021 überprüfte die Parlamentarische Bundesheerkommission die Ausbildung.

Es waren Schüsse (Platzpatronen) zu hören, auf den Dächern neben dem Dom saßen schwer bewaffnete Scharfschützen. Eine groß angelegte Gefechtsübung der Theresianischen Militärakademie (MilAk) machte im Februar auch die Wiener Neustädter Innenstadt zu einem simulierten Kriegsschauplatz. Übungsannahme war ein Anschlag von Terroristen auf einen Hilfskonvoi des Bundesheeres.

Wie berichtet geht die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt Foltervorwürfen im Zuge der Übung auf den Grund. Fähnriche der Militärakademie seien gefangen genommen und dabei „menschenunwürdig“ behandelt und „gequält“ worden. Ein Verfahren gegen den Lehrgangsleiter wurde eingeleitet, ermittelt wird neben Amtsmissbrauch, Nötigung und Folter auch wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit.

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